In seiner Ansprache beim Waldai-Treffen in Sotschi liess der russische Aussenminister Sergei Lawrow wenig Zweifel an den russischen Prioritäten. Besonders stach seine deutliche Absage an eine mögliche deutsche Kandidatur für einen Sitz im Uno-Sicherheitsrat hervor.
Deutschland solle «vergessen», sich 2027/2028 einem nichtständigen Sitz anzunähern – «das werden wir niemals zulassen», so Lawrow mit scharfer Formulierung. Beobachter interpretierten das als eine Botschaft gegen einen stärkeren westlichen Einfluss in internationalen Institutionen.
Lawrow nutzte die Plattform zudem dazu, die russische Sicht auf die Weltordnung zu verteidigen: Er betonte die Notwendigkeit eines multipolaren Systems, in dem nationale Souveränität respektiert werde, und kritisierte die Einmischung des Westens in regionale Konflikte. Wie bereits Russlands Präsident Putin in seiner Rede machte der Aussenminister damit seine Ablehnung westlicher Hegemonie deutlich.