Die Deutsche Bahn zahlt vier im Jahr 2025 ausgeschiedenen Vorständen Abfindungen von insgesamt rund 11,3 Millionen Euro. Dies berichtet die Bild-Zeitung.
Der frühere Bahnchef Richard Lutz erhielt demnach mit rund 3,4 Millionen Euro die höchste Entschädigung. Auch die ehemalige Digital-Vorständin Daniela Gerd tom Markotten erhält eine Abfindung. Ihr Ressort wurde im Zuge von Sparmassnahmen aufgelöst. Laut Bericht beläuft sich ihre Entschädigung auf etwa 2,9 Millionen Euro.
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Die frühere Chefin der Güterverkehrssparte DB Cargo, Sigrid Nikutta, bekommt demnach rund 2,5 Millionen Euro. Ebenfalls etwa 2,5 Millionen Euro erhält der ehemalige Infrastruktur-Vorstand Berthold Huber. Alle vier Manager hatten ihre Posten im Verlauf des Jahres 2025 aufgegeben.
Ein Sprecher der Deutschen Bahn erklärte der Bild: «Wir bitten um Verständnis, dass wir Personal- und Vertragsangelegenheiten nicht kommentieren. Im Geschäftsbericht 2025 werden Ende März die Daten transparent gemacht.»
Hintergrund der Zahlungen sind laufende Verträge der Manager, die teilweise noch bis 2027 gültig waren. Da die Verträge vorzeitig beendet wurden, steht den Betroffenen laut gesetzlichen Regelungen eine Entschädigung von bis zu zwei Jahresgehältern zu.