Die Deutsche Bank hat im zweiten Quartal 2025 einen Vorsteuergewinn von 2,4 Milliarden Euro erzielt – so viel wie seit achtzehn Jahren nicht mehr, berichtet die Financial Times. Der Anstieg ist vor allem auf einen starken Rückgang von Rechtskosten zurückzuführen.
Im Vorjahresquartal hatte das Institut noch 1,3 Milliarden Euro für Rechtsstreitigkeiten zurückgestellt, insbesondere im Zusammenhang mit der Übernahme der Postbank. Nun konnte die Bank 85 Millionen Euro an Rückstellungen auflösen. Die Aktien legten daraufhin am Donnerstagmorgen um 6 Prozent zu und erreichten mit 28 Euro den höchsten Stand seit 2015.
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«Wir sind sehr zufrieden, unser bestes zweites Quartal und erstes Halbjahr seit 2007 erreicht zu haben», sagte Vorstandschef Christian Sewing. Die Bank sehe sich damit auf gutem Weg, ihre Ziele für 2025 zu erreichen – auch im Hinblick auf höhere Kapitalausschüttungen an die Aktionäre.
Während das Investmentbanking ein Drittel der Gesamterlöse in Höhe von 7,8 Milliarden Euro beisteuerte, schwächelte der Bereich Origination and Advisory mit einem Umsatzrückgang von 29 Prozent. Die Deutsche Bank verlor hier Marktanteile an US-Konkurrenten, erwartet aber im zweiten Halbjahr eine leichte Erholung.
Die Effizienz der Bank verbesserte sich deutlich: Die Kosten-Ertrags-Quote sank im ersten Halbjahr auf 62,3 Prozent – Ziel ist ein Jahreswert unter 65 Prozent. Nur das Privatkundengeschäft blieb unter dem internen Rentabilitätsziel von 10 Prozent Eigenkapitalrendite.