Deutsche Behörden sperren Konten von Ehefrau eines EU-sanktionierten Journalisten
Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Abonnemente
Jedes Abo eine Liebeserklärung an die Meinungsvielfalt.
AboDigital
Für alle, die Online lesen wollen
Alle Artikel online lesen
E-Paper inklusive
App (iOS & Android)
AboPrint & Digital
Printausgabe & digital jederzeit dabei
Wöchentliche Printausgabe
Alle Artikel online lesen
E-Paper inklusive
App (iOS & Android)
Sind Sie noch nicht überzeugt? Details zu den Abos
Die Weltwoche

Deutsche Behörden sperren Konten von Ehefrau eines EU-sanktionierten Journalisten

Anhören ( 1 min ) 1.0× +
Deutsche Behörden sperren Konten von Ehefrau eines EU-sanktionierten Journalisten
Deutsche Behörden sperren Konten von Ehefrau eines EU-sanktionierten Journalisten
0:00 -0:00
1.0×
100%
Mehr ▾

Die Zentralstelle für Sanktionsdurchsetzung (ZfS) hat die Konten der Ehefrau des sanktionierten Journalisten Hüseyin Dogru gesperrt. Dies berichtet die Berliner Zeitung. Demnach sind zwei Konten bei der Commerzbank «sichergestellt» worden, Verfügungen über Guthaben und eingehende Zahlungen seien untersagt.

Die ZfS begründet den Schritt damit, dass die Konten zur Umgehung der gegen Dogru verhängten EU-Sanktionen genutzt worden seien. Als Indiz nennt die Behörde unter anderem den Abschluss einer KFZ-Versicherung durch die Ehefrau für ein Fahrzeug, dessen Halter weiterhin Dogru ist. Auch frühere Überweisungen von Dogrus Konto auf das Konto seiner Frau kurz nach der Sanktionierung werden angeführt. Zudem verweist die Behörde auf familiäre und wirtschaftliche Verflechtungen.

Deutsche Behörden sperren Konten von Ehefrau eines EU-sanktionierten Journalisten

Dogru schildert die Folgen als existenzbedrohend. «Aktuell verfügen wir über lediglich 104 Euro für unsere drei Kinder und uns beide. Zuvor war ich selbst nicht in der Lage, für meine Kinder zu sorgen. Jetzt kann niemand mehr für sie sorgen», sagte er der Berliner Zeitung. Die Familie kann nach eigenen Angaben weder Miete noch laufende Kosten bezahlen.

Auch sein Anwalt Alexander Gorski kritisiert die Massnahme. «Die behördliche Sicherstellung der Konten der Ehefrau von Herrn Dogru ist eine beispiellose Eskalation der Repression gegen Herrn Dogrus Familie», sagte er.

Dogru steht seit Mai 2025 auf einer EU-Sanktionsliste. Die EU wirft ihm vor, mit seiner journalistischen Arbeit «ethnische, politische und religiöse Zwietracht» zu schüren und «destabilisierende Aktivitäten Russlands» zu unterstützen. Dogru weist die Vorwürfe zurück.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 31.03.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.