Deutschlands Ausfuhren in die Vereinigten Staaten sind im Juli auf den niedrigsten Wert seit fast vier Jahren gefallen. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, wurden nur noch Waren im Wert von 11,1 Milliarden Euro exportiert – ein Rückgang von 7,9 Prozent im Vergleich zum Vormonat, berichtet die Welt. Damit verzeichnete der Handel mit den USA bereits den vierten Rückgang in Folge.
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«Das ist der niedrigste Wert seit Dezember 2021», erklärten die Statistiker. Gründe für den Einbruch seien unter anderem neue US-Zölle von 15 Prozent auf die meisten EU-Waren, die seit August gelten. Viele Firmen hätten ihre Lieferungen deshalb vorgezogen, was nun zu einem Nachfragetief führe.
Auch der Handel mit China schwächte sich weiter ab. Die Exporte in die Volksrepublik sanken um 7,3 Prozent auf 6,4 Milliarden Euro. China stelle zunehmend selbst her – etwa im Bereich der Elektromobilität – und verdränge damit deutsche Produkte. Demgegenüber konnten die Ausfuhren in die EU um 2,5 Prozent auf 74,8 Milliarden Euro zulegen.
Insgesamt sank das deutsche Exportvolumen im Juli um 0,6 Prozent auf 130,2 Milliarden Euro – entgegen den Erwartungen der Ökonomen, die mit einem leichten Plus gerechnet hatten. Im Vormonat war noch ein Wachstum von 1,1 Prozent erzielt worden.