Deutsche Medien reagieren auf Selenskyjs Attacken gegen Orbán. Sie sehen darin einen Machtkampf zwischen zwei Regierungschefs. Einige Kommentatoren fordern von der Ukraine mehr Zurückhaltung
Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Abonnemente
Jedes Abo eine Liebeserklärung an die Meinungsvielfalt.
AboDigital
Für alle, die Online lesen wollen
Alle Artikel online lesen
E-Paper inklusive
App (iOS & Android)
AboPrint & Digital
Printausgabe & digital jederzeit dabei
Wöchentliche Printausgabe
Alle Artikel online lesen
E-Paper inklusive
App (iOS & Android)
Sind Sie noch nicht überzeugt? Details zu den Abos
Die Weltwoche

Deutsche Medien reagieren auf Selenskyjs Attacken gegen Orbán. Sie sehen darin einen Machtkampf zwischen zwei Regierungschefs. Einige Kommentatoren fordern von der Ukraine mehr Zurückhaltung

Anhören ( 1 min ) 1.0× +
Deutsche Medien reagieren auf Selenskyjs Attacken gegen Orbán. Sie sehen darin einen Machtkampf zwischen zwei Regierungschefs. Einige Kommentatoren fordern von der Ukraine mehr Zurückhaltung
Deutsche Medien reagieren auf Selenskyjs Attacken gegen Orbán. Sie sehen darin einen Machtkampf zwischen zwei Regierungschefs. Einige Kommentatoren fordern von der Ukraine mehr Zurückhaltung
0:00 -0:00
1.0×
100%
Mehr ▾

Die scharfen Angriffe des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj auf Ungarns Regierungschef Viktor Orbán sorgen auch in Deutschland für Aufmerksamkeit. Mehrere Medien berichten über eine deutliche Eskalation im Verhältnis zwischen Kiew und Budapest und diskutieren zugleich über Ton und Hintergrund der Attacken.

Szilard Koszticsak/EPA/Keystone
Wolodymyr Selenskyj und Viktor Orbán beim EPC-Gipfel in Budapest, November 2024.
Szilard Koszticsak/EPA/Keystone

Das Portal T-online schreibt, Selenskyj habe im Streit um blockierte EU-Hilfen «die Geduld verloren». Hintergrund ist vor allem die ungarische Blockade wichtiger Finanzpakete für die Ukraine.

In einem Presseauftritt hatte Selenskyj erklärt, er hoffe, «eine gewisse Person» in der EU werde die Hilfen nicht länger blockieren. Sonst könne man «die Adresse dieser Person» ukrainischen Soldaten geben, damit sie mit ihm «in ihrer eigenen Sprache sprechen».

Auch die Welt berichtet über die ungewöhnlich scharfen Töne aus Kiew. Selenskyj werfe Orbán offen vor, praktisch jede Form europäischer Unterstützung für die Ukraine zu behindern – von Finanzhilfen über Waffenlieferungen bis zu einem möglichen EU-Beitritt des Landes. Zudem unterstelle er Budapest, Hilfe für Kiew indirekt an russische Öllieferungen durch ukrainisches Gebiet zu knüpfen.

Der Konflikt wird in deutschen Medien zunehmend als persönlicher Machtkampf zwischen den beiden Regierungschefs beschrieben. Orbán gehört seit Beginn des Ukraine-Kriegs zu den schärfsten Kritikern der EU-Ukrainepolitik und blockiert immer wieder neue Hilfspakete.

Gleichzeitig gibt es auch Kritik am Ton Selenskyjs. So warnte die EU-Kommission, Drohungen gegenüber Mitgliedstaaten seien «nicht akzeptabel». Einige Kommentatoren weisen darauf hin, dass ein EU-Beitritts-Kandidat gegenüber bestehenden Mitgliedern diplomatisch vorsichtiger auftreten sollte.

Andere Stimmen sehen in Selenskyjs Angriffen hingegen eine verständliche Reaktion auf Orbáns Politik. Mehrere Analysen betonen, Ungarn habe sich in der Ukraine-Frage zunehmend isoliert und blockiere zentrale Entscheidungen der EU. Entsprechend wachse in Europa die Bereitschaft, Hilfen für Kiew notfalls auch ohne Budapest zu organisieren.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 01.04.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.