Die deutsche Influencerin Naomi Seibt hat in den USA Asyl beantragt. Die 25-Jährige, die sich selbst als «Musk-Flüsterin» bezeichnet, begründet den Schritt mit politischer Verfolgung in Deutschland.
In einem Interview mit Fox News erklärte Seibt, sie sehe sich bei einer Rückkehr in ihre Heimat einer Gefängnisstrafe oder körperlicher Gewalt ausgesetzt. Zudem behauptet die Influencerin, sie werde vom deutschen Geheimdienst überwacht und erhalte Morddrohungen von der Antifa. Vom deutschen Staat und der Polizei erhalte sie hierbei keinen Schutz, obwohl sie nach eigenen Angaben «in Lebensgefahr stecke».
Laut Bericht der Welt beruft sich Seibt in ihrem Antrag auf Paragraf 208 des US-Einwanderungsgesetzes. Eine von Präsident Donald Trump eingeführte Praxis erlaubt es Europäern, Asyl zu beantragen, wenn sie sich aufgrund ihrer politischen Haltung, etwa in Migrationsfragen, bedroht fühlen. Unterstützung erhält die Influencerin angeblich von Elon Musk. Der Tech-Milliardär habe sie in ihrer Entscheidung bestärkt, Asyl zu beantragen, und ihr «persönlich seine Zustimmung gegeben». Musk teilte in der Vergangenheit regelmässig Inhalte von Seibt auf seiner Plattform X und reist laut Angaben der Influencerin wegen der Sicherheitslage selbst ungern nach Europa.
Bekannt wurde Seibt als «Anti-Greta», nachdem sie öffentlich gegen Klimaschutzmassnahmen auftrat und die AfD unterstützte. Ihren Youtube-Kanal betreibt sie weiterhin unter deutscher Adresse, lebt aber mittlerweile hauptsächlich in den USA.