Die Einkommen in Deutschland sind seit 2020 deutlich langsamer gestiegen als die Verbraucherpreise. Das geht aus Zahlen des Statistischen Bundesamtes hervor, die das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) erfragt hat. Demnach stiegen die Preise zwischen 2020 und 2025 um 21,8 Prozent, während die Einkommen im gleichen Zeitraum nur um gut 11 Prozent zunahmen.
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Das mittlere Einkommen (Median) erhöhte sich laut den Daten um 11,2 Prozent. Es stieg von 26.008 Euro im Jahr 2020 auf 28.913 Euro im Jahr 2025. Das durchschnittliche Einkommen nahm im selben Zeitraum um 11,7 Prozent zu und kletterte von 29.896 Euro auf 33.385 Euro.
BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht sagte der Katholischen Nachrichtenagentur: «Die neuen Zahlen zeigen, dass die Mehrheit der Bürger seit Corona und Ukraine-Krieg erheblich an Wohlstand verloren hat. Das sind keine kleinen Einschnitte, sondern massive Kaufkraftverluste. Die Politik der vergangenen fünf Jahre hat die Deutschen deutlich ärmer gemacht.»
Wagenknecht forderte unter anderem die Abschaffung des CO2-Preises sowie eine Wiederaufnahme von Energieimporten aus Russland.