Der Deutsche Bundestag hat am Freitag für die Reform des Wehrdienstes gestimmt. 323 Abgeordnete votierten für das Gesetz, 272 dagegen, eine Stimme enthielt sich. Das neue Gesetz sieht die Wiedereinführung der Wehrerfassung und eine verpflichtende Musterung junger Männer vor – der Dienst selbst bleibt jedoch freiwillig. Dies berichtet die Deutsche Presse-Agentur.
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Der neue Wehrdienst soll mindestens sechs Monate dauern und mit 2600 Euro brutto im Monat vergütet werden. Wer sich für längere Zeit verpflichtet, erhält zusätzliche Anreize.
Ab 2026 sollen alle jungen Männer und Frauen der Geburtsjahrgänge ab 2008 einen Fragebogen zur Wehrdienstbereitschaft erhalten. Männer sind zur Beantwortung verpflichtet, Frauen können freiwillig teilnehmen.
Künftig kann der Bundestag eine sogenannte Bedarfswehrpflicht beschliessen, falls die Bundeswehr ihr Ziel von 260.000 aktiven Soldaten nicht erreicht.