Deutscher gibt sich bei Sprachtest als Afghane aus. Im Prinzip müssten alle Einbürgerungen auf den Prüfstand
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Deutscher gibt sich bei Sprachtest als Afghane aus. Im Prinzip müssten alle Einbürgerungen auf den Prüfstand

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Deutscher gibt sich bei Sprachtest als Afghane aus. Im Prinzip müssten alle Einbürgerungen auf den Prüfstand
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In Passau soll sich ein 27-jähriger Deutscher für einen 38-jährigen Afghanen ausgegeben haben, um für ihn einen Sprachtest zu absolvieren. Ein solches Sprachzertifikat ist zum Beispiel für eine Niederlassungserlaubnis oder auch Einbürgerung notwendig. Wie die Welt berichtet, hatte der Afghane den Deutschen beauftragt, den Test mit einem gefälschten Pass abzulegen. Polizeibeamte, die bei der Prüfung am vergangenen Samstag anwesend waren, entdeckten die Fälschung mit den Personalien des Afghanen.

KARL-JOSEF HILDENBRAND / KEYSTONE
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KARL-JOSEF HILDENBRAND / KEYSTONE

Besonders pikant: Der Deutsche war bereits wiederholt bundesweit unter falschen Identitäten zu Sprachzertifikatsprüfungen angetreten. «Dieser aktuelle Vorfall zeigt ein wachsendes Problem in Bezug auf die Erschleichung von Sprachzertifikaten», heisst es in einer Mitteilung der Ermittler, die die Welt zitiert.

Damit dürften die Ermittler nicht unrecht haben. Bereits Anfang September hatten Recherchen von Stern und RTL ergeben, dass Sprach- und Integrationstests zu Tausenden gefälscht werden. Über Tiktok lassen sich demnach für 1500 Euro ganz einfach die gewünschten Zertifikate bestellen. Der deutsche Staat schaut bis jetzt grösstenteils dabei zu. Nur vereinzelnd kommt es in manchen Regionen zu Polizeirazzien. Auch weil die Bundesländer anscheinend grösstenteils überhaupt keinen Überblick über das Ausmass des Betruges haben. Oder anders gesagt: Organisierte Kriminalität trifft auf überlastete Ausländerbehörden.

Dennoch wird der deutsche Pass munter weiter verteilt. Erst 2024 erreichten die Einbürgerungen mit 292.000 einen neuen Höchststand in der Bundesrepublik. Vor allem immer mehr Syrer werden deutsche Staatsbürger. Dabei müssten die Tatsache, dass man in Deutschland seit Jahren keine Ahnung mehr hat, wer eigentlich ins Land kommt, und die neuerlichen Erkenntnisse zum Betrug bei Sprach- und Integrationstests sowie das wachsende Problem des importierten Antisemitismus eigentlich zum Gegenteil führen.

Im Prinzip müssten alle Einbürgerungen derer, die seit 2015 gekommen sind, auf den Prüfstand. Dass das ohne die AfD und mit einer von der SPD gefesselten und geknebelten Union wohl Wunschdenken bleibt, liegt leider auf der Hand.

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