«Die Initiative schwächt das, was die Schweiz ausmacht»: SRG-Chefin Susanne Wille tut, als wäre das Land am Ende, wenn weniger Zwangsgebühren fliessen
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«Die Initiative schwächt das, was die Schweiz ausmacht»: SRG-Chefin Susanne Wille tut, als wäre das Land am Ende, wenn weniger Zwangsgebühren fliessen

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«Die Initiative schwächt das, was die Schweiz ausmacht»: SRG-Chefin Susanne Wille tut, als wäre das Land am Ende, wenn weniger Zwangsgebühren fliessen
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200 Franken pro Jahr und Haushalt sollen künftig an die SRG gehen, wenn die sogenannte Halbierungsinitiative der SVP erfolgreich ist. Das ist weniger als heute, aber nicht nichts – und verglichen mit anderen Ländern immer noch ordentlich viel Geld für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk.

© KEYSTONE / PETER KLAUNZER
Susanne Wille, Generaldirektorin der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft SRG, spricht waehrend einem Interview zum Thema UKW Radio, am Donnerstag, 11
© KEYSTONE / PETER KLAUNZER

SRG-Generaldirektorin Susanne Wille sieht das im Interview mit dem Blick anders. Dort sagt sie, ein Ja zur Initiative «wäre das Ende der SRG, wie wir sie heute kennen». Wobei sie dabei vielleicht verkennt, dass viele Menschen sich in der Tat eine andere SRG wünschen als die, die sie kennen.

Willes Vorgänger Gilles Marchand hatte einst jede Bemühung, die Mittel der SRG zu straffen, als «Angriff auf die Schweiz» gebrandmarkt. Diese Aussage wolle sie nicht kommentieren, sagt die neue Chefin, geht dann aber in exakt dieselbe Richtung.

Zitat: «Die Initiative schwächt das, was die Schweiz im Kern ausmacht: Vielfalt, Zusammenhalt, Unabhängigkeit.» Auch Wille leidet also am Marchand-Syndrom: Sie setzt die SRG mit dem ganzen Land gleich und glaubt ernsthaft, Radio und TV seien der Kitt, der dieses zusammenhält.

Es geht dramatisch weiter. «Wenn man 800 Millionen aus dem Mediensystem rauszieht, dann schwächt das auch die journalistische Qualität», so Wille, und: «Wer die Information und die Medien schwächt, schwächt die Sicherheit eines Landes.»

Für Susanne Wille sind «die SRG» und «die Medien» also Synonyme. Alternativen zu öffentlich-rechtlichen Kanälen sieht sie keine, obwohl es nie zuvor so viele gab wie heute.

Und so geht es weiter. Die Botschaft: Nur die SRG kann seriös informieren, nur die SRG kann die ganze Schweiz bedienen, nur SRG-Journalisten kennen die Wahrheit. Es ist zweifelhaft, ob diese dauernde Selbstüberhöhung die Gebührenzahler überzeugt. Zumal sich diese laufend davon überzeugen können, ob dem wirklich so ist.

Schon heute werde bei der SRG fleissig gespart, versichert die Generaldirektorin dann noch im Interview.

Nur: Bei sich selbst will sie damit offenbar nicht beginnen. Denn weshalb muss sie eine Make-up-Assistentin mitnehmen für ein Zeitungsinterview?

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