Die Gründung der neuen AfD-Jugendorganisation in Giessen machte Schlagzeilen. Die ganze Welt konnte zusehen, wie gewalttätige Linksextreme eine demokratische Versammlung verhindern wollten – Verletzte und Sachschaden inklusive.
Etwas völlig anderes gesehen hat offenbar Alexandra Gubser, seit 2022 Deutschland-Korrespondentin von SRF. Für sie waren die Demonstrationen grösstenteils «bunt und friedlich» und zudem Ausdruck einer «wehrhaften Demokratie». Die Weltwoche berichtete.
SRF/Oscar Alessio
Damit führt Alexandra Gubser nur weiter, was sie auf ihrem letzten Korrespondentenposten in Frankreich begonnen hat. Als im Frühjahr 2022 Emmanuel Macron als französischer Präsident bestätigt wurde, kannte sie kein Halten mehr.
Fast schon hüpfend vor der Kamera teilte sie den Zuschauern mit, ihr sei ein Stein vom Herzen gefallen, denn man wolle sich gar nicht vorstellen, was passiert wäre mit einer Präsidentin Marine Le Pen.
Die Reaktion von SRF auf die Kritik vieler Zuschauer liess tief blicken. Man bedauerte lediglich, dass sich Gubser habe mitreissen lassen «von der Welle der Erleichterung, die durch das liberale Frankreich und Europa schwappte».
Eine Korrespondentin, die ihre eigene Meinung als Berichterstattung ausgibt, ein Sender, der zwischen den Zeilen sagt, sie habe doch irgendwie recht gehabt: So sieht die vielbeschworene Objektivität und Ausgewogenheit also aus, die sich SRF selbst zuschreibt.