Die Krise um die Ukraine zeigt deutlich: Es braucht eine neue Jalta-Konferenz. Diesmal zwischen den USA, der EU und Grossbritannien – als Gegengewicht zu Russland
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Die Krise um die Ukraine zeigt deutlich: Es braucht eine neue Jalta-Konferenz. Diesmal zwischen den USA, der EU und Grossbritannien – als Gegengewicht zu Russland

Die Krise in der Ukraine spiegelt tiefer greifende Veränderungen in der geopolitischen Landschaft Europas wider. Die alte liberale Ordnung, die um die Macht und den Einfluss der USA herum organisiert war, ist auf dem Rückzug und lässt neuen Raum für Akteure wie Russland und in gewissem Masse die Türkei.

Die Krise um die Ukraine zeigt deutlich: Es braucht eine neue Jalta-Konferenz. Diesmal zwischen den USA, der EU und Grossbritannien – als Gegengewicht zu Russland

Amerika ist bestrebt, sich Asien zuzuwenden und sich auf die Eindämmung Chinas zu konzentrieren. Eine neue Generation von Strategen in Washington argumentiert, dass die Vereinigten Staaten nicht mehr die Fähigkeit haben, überall Präsenz zu zeigen.

Vor diesem Hintergrund ist es für Präsident Joe Biden verlockend, mit Wladimir Putin eine grosse Übereinkunft zu treffen. Die Europäer fürchten vielleicht sogar eine Rückkehr zu den Zeiten des Kalten Krieges, als Europa in einen westlichen und einen östlichen Block geteilt war.

Es gibt jedoch eine Alternative. Vielleicht muss die geopolitische Ordnung, die 1945 entstand, überarbeitet werden. Vielleicht brauchen wir eine neue Jalta-Konferenz. Aber das Ergebnis des neuen Jalta sollte dieses Mal zwischen den Vereinigten Staaten, der Europäischen Union und Grossbritannien ausgehandelt werden. Das strategische Ziel wäre es, die EU und ein assoziiertes Grossbritannien in einen souveränen aussen- und verteidigungspolitischen Akteur zu verwandeln, der in der Lage ist, ein Gegengewicht zu Russland zu bilden.

Dies wäre auch im amerikanischen Interesse. Die USA können helfen, dies zu erreichen und die Risiken des Übergangs zu bewältigen.

 

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