Die Medienpräsenz der Juso hat sich unter Präsident Nicola Siegrist drastisch verkleinert. Mit seinem Abgang stellt sich die Frage, wie es mit den Juso weitergehen soll
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Die Medienpräsenz der Juso hat sich unter Präsident Nicola Siegrist drastisch verkleinert. Mit seinem Abgang stellt sich die Frage, wie es mit den Juso weitergehen soll

Die Juso haben mit Präsident Siegrist klar an Medienpräsenz verloren. Ende Juni möchte der 27-Jährige zurücktreten.

Unter Vorgängerin Ronja Jansen wurden die Juso laut Medienarchiv Swissdox in 16.697 Artikeln genannt (31.8.2019–18.6.2022; ca. 1022 Tage). Während der Ära Siegrist bisher nur in 8.816 Artkeln (ab 19.6.2019; ca. 620 Tage).

Wenn die Ära Siegrist weiterverläuft wie bisher, sind das zirka zwei Artikel weniger pro Tag. Wie kommt’s?

© KEYSTONE / PETER KLAUNZER
Nicola Siegrist, Praesident JUSO, spricht bei der Jahresversammlung der JUSO, am Samstag, 17
© KEYSTONE / PETER KLAUNZER

Siegrist hat bisher versucht, «konsequente Inhalte möglichst zugänglich zu machen». Er wollte dem «Absenderproblem» der Juso entgegenwirken, dem extremen Auftreten seiner Vorgänger.

Während Jansens «99-Prozent-Initiative» und «Züri autofrei» für hitzige Debatten sorgten, fiel Siegrist bisher durch nichts Derartiges auf. Ob die Juso-Initiative «Für eine soziale Klimapolitik – steuerlich gerecht finanziert» die Wende bringt, bleibt abzuwarten. Die Initiative sieht vor, mit Erbschaftssteuern Klimaschutz zu betreiben.

Zu Themen wie Umweltschutz, Gleichberechtigung und Ukraine-Krieg vertritt Siegrist Mehrheitsmeinungen und liefert nichts Neues.

Mit dem Abgang Siegrists müssen sich die Jusos entscheiden, wie es weitergeht: Sollen sie wieder BHs verbrennen oder Ähnliches, um an die goldenen Tage einer Tamara Funiciello anzuknüpfen, oder durch Abmilderung à la Siegrist riskieren, in der Bedeutungslosigkeit zu verschwinden?

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