Die Nato will künftig kritische Infrastruktur in der Ostsee schützen. Was ist mit Nord Stream? An einer Klärung scheint das Bündnis nicht interessiert
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Die Nato will künftig kritische Infrastruktur in der Ostsee schützen. Was ist mit Nord Stream? An einer Klärung scheint das Bündnis nicht interessiert

So genau weiss man bislang nicht, was Unterseekabel in der Ostsee beschädigt hat. Ein Anker, ein Netz, ein Messer?

Egal, die Nato ist sicher: Sabotage war’s. Schuld ist der Russe. Oder der Chinese. Mit grossem Brimborium lud man die Ostsee-Anrainer der Nato zum Gipfel nach Helsinki. Generalsekretär Mark Rutte verkündete die Baltische Wacht. Mit allerlei Gerät soll «Baltic Sentry» die kritische Infrastruktur auf dem Meeresboden sichern und schützen.

Swedish Coast Guard via AP
In this picture provided by Swedish Coast Guard, the gas leak in the Baltic Sea from Nord Stream photographed from the Coast Guard's aircraft on Wednesday, Sept
Swedish Coast Guard via AP

Leider klaffen grosse Klappe und Fähigkeiten auseinander. Die Nato-Staaten verfügen nicht annähernd über genügend Schiffe, Drohnen und Flugzeuge, die Abertausenden von Kilometern an Kabeln und Leitungen auf einer Fläche von der Grösse Deutschlands lückenlos zu überwachen.

Aber vielleicht ist es wie bei den Olympischen Spielen. Der Gedanke zählt.

Apropos, da kommt ein anderer Gedanke: Gehört eine Pipeline nicht auch zu kritischer Infrastruktur? Warum zeigt die Nato dann überhaupt kein Interesse daran, aufzuklären, wer Nord Stream gesprengt hat?

Müssen sie wohl einfach vergessen haben.

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