In Moskau wird der Krieg gegen den Iran als Beleg für amerikanische Machtpolitik interpretiert. Präsident Wladimir Putin hat die US-Angriffe scharf kritisiert und zu einem sofortigen Ende der Kampfhandlungen aufgerufen.
Der Kreml bezeichnet die Militärschläge als «Aggression gegen einen souveränen Staat» und warnt vor einer Destabilisierung des gesamten Nahen Ostens. Russland stellt sich diplomatisch demonstrativ an die Seite Teherans.
Gavriil Grigorov/Sputnik/Keystone
Auch russische Staatsmedien greifen diese Linie auf. Kommentatoren sprechen von einem völkerrechtswidrigen Krieg und werfen Washington vor, erneut eine militärische Intervention ohne internationale Legitimation zu führen.
Gleichzeitig bleibt Moskau vorsichtig. Russland vermeidet direkte militärische Schritte und versucht stattdessen, sich als möglicher Vermittler zu positionieren.
Der Konflikt bietet dem Kreml auch strategische Chancen. Steigende Energiepreise unterstreichen aus russischer Sicht die zentrale Rolle des Landes auf den globalen Energiemärkten. Ein Argument, das russische Vertreter derzeit besonders betonen.