Die SRG verlässt ihren bisherigen Hauptsitz an der Giacomettistrasse in Bern bis Ende 2026. Generaldirektorin Susanne Wille und rund 240 Mitarbeitende der Generaldirektion ziehen in das bestehende Radiostudio an der Schwarztorstrasse um. Der Umzug markiert das Ende einer Ära: Der Gebäudekomplex aus den 1960er Jahren war jahrzehntelang das Machtzentrum des Unternehmens – nun wird er vollständig untervermietet.
Wie die SRG in einer Medienmitteilung schreibt, ist der Schritt Teil einer umfassenden Restrukturierung: «Die SRG rückt näher zusammen», heisst es dort. Gemeint ist damit nicht nur der physische Umzug, sondern auch eine organisatorische Verdichtung – denn das öffentlich-rechtliche Medienhaus befindet sich auf Sparkurs. Bis 2029 muss die SRG rund 270 Millionen Franken einsparen, da die Medienabgabe schrittweise reduziert wird. Die Reduktion der Berner Standorte von drei auf zwei soll laut Medienmitteilung dazu beitragen, strukturelle Kosten zu senken.
Der Tages-Anzeiger berichtet ergänzend, dass die SRG die Liegenschaft an der Giacomettistrasse bereits vor dreizehn Jahren verkauft habe und seither nur noch Mieterin gewesen sei. Bereits in den vergangenen Jahren seien Teile des Hochhauses geräumt worden, darunter die prestigeträchtigen oberen Etagen. Nun werde auch der letzte verbliebene Teil aufgegeben – primär aus finanziellen Gründen.
Die SRG verweist des Weiteren auf veränderte Arbeitsbedingungen: Seit der Pandemie seien Homeoffice und mobiles Arbeiten zur Regel geworden. Die Büroflächen an der Giacomettistrasse und an der Schwarztorstrasse seien nicht mehr voll ausgelastet. Der Umzug ermögliche eine effizientere Nutzung der vorhandenen Infrastruktur. Für Generaldirektorin Susanne Wille bedeutet das nicht nur einen neuen Arbeitsweg, sondern auch eine neue Phase im Umbau des Hauses, das unter dem Titel «Enavant SRG SSR» derzeit neu geordnet wird.