Die SRG wollte sich vor der Abstimmung über die Halbierungs-Initiative so ausgewogen und neutral geben, wie sie angeblich immer ist. Kaum steht das Resultat fest, fallen die Hüllen aber – mit einem fetten «Danke»
Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Abonnemente
Jedes Abo eine Liebeserklärung an die Meinungsvielfalt.
AboDigital
Für alle, die Online lesen wollen
Alle Artikel online lesen
E-Paper inklusive
App (iOS & Android)
AboPrint & Digital
Printausgabe & digital jederzeit dabei
Wöchentliche Printausgabe
Alle Artikel online lesen
E-Paper inklusive
App (iOS & Android)
Sind Sie noch nicht überzeugt? Details zu den Abos
Die Weltwoche

Die SRG wollte sich vor der Abstimmung über die Halbierungs-Initiative so ausgewogen und neutral geben, wie sie angeblich immer ist. Kaum steht das Resultat fest, fallen die Hüllen aber – mit einem fetten «Danke»

Anhören ( 1 min ) 1.0× +
Die SRG wollte sich vor der Abstimmung über die Halbierungs-Initiative so ausgewogen und neutral geben, wie sie angeblich immer ist. Kaum steht das Resultat fest, fallen die Hüllen aber – mit einem fetten «Danke»
Die SRG wollte sich vor der Abstimmung über die Halbierungs-Initiative so ausgewogen und neutral geben, wie sie angeblich immer ist. Kaum steht das Resultat fest, fallen die Hüllen aber – mit einem fetten «Danke»
0:00 -0:00
1.0×
100%
Mehr ▾

Auf den Kanälen der SRG gab es im Vorfeld der Halbierungs-Initiative keine Abstimmungsempfehlungen. Die Journalisten von SRF und Co. hielten sich auch privat weitgehend an die Vorgabe, sich als Direktbetroffene nicht einzumischen.

Das ist schön und gut, aber letztlich nichts als selbstverständlich. Wo kämen wir hin, wenn uns der von uns allen mit Zwangsgebühren finanzierte Rundfunk sagen würde, wie wir abzustimmen haben?

Die SRG wollte sich vor der Abstimmung über die Halbierungs-Initiative so ausgewogen und neutral geben, wie sie angeblich immer ist. Kaum steht das Resultat fest, fallen die Hüllen aber – mit einem fetten «Danke»

Zumal das ja zumindest die ehemaligen SRG-Leute, von Ueli Schmezer über Reto Lipp bis zu Patrick Hässig, durchaus fleissig taten. Und auch all die Künstler und Sportler, die am Tropf der SRG hängen, aber offiziell «unabhängig» sind und deshalb Parolen ausgeben durften.

Kaum ist die Schlacht geschlagen, ist es aber vorbei mit der Neutralität, und die SRG zeigt ihr wahres Gesicht. «Danke», verkündet der Kanal «SRF» in den sozialen Medien. Man begrüsse «dieses Bekenntnis zu einem vielfältigen, digitalen und regional verankerten Service Public», heisst es weiter.

Haben wir über die Vielfalt der SRG-Programme abgestimmt? Darüber, ob sie digital sein dürfen? Darüber, ob die Regionen weiter bedient werden sollen oder nicht?

Es war weit banaler. Es ging um eine Reduktion der jährlichen Zwangsgebühren. Ohne Frage hätte die SRG danach sparen müssen. Aber niemand hätte sie gezwungen, einfältig statt vielfältig zu sein, sich aus dem Internet zurückzuziehen und zur Schreibmaschine zu greifen oder die Regionen zu vernachlässigen.

Ein Ja hätte die SRG schlicht vor die unternehmerische Aufgabe gestellt, Pflicht und Kür voneinander zu unterscheiden, sich auf den eigentlichen Auftrag zu besinnen und effizienter zu werden. Ihren Job hätte sie auch mit 200 Franken erfüllen können, wie SRG-Generaldirektorin Susanne Wille intern selbst zugegeben hat.

Aber letztlich ist die Danksagung nur eine transparente Darstellung dessen, was wir alle schon immer wussten: Die SRG ist alles andere als ausgewogen. Und das leider nicht nur, wenn es sie direkt betrifft.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 01.04.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.