In der Bundesverwaltung ist der Drang nach Brüssel seit Jahren prominent zu spüren. Man scheint sich keinen Deut um unser grösstes Gut zu scheren. Selbst Bundesräte schweifen immer wieder ab von der Schweizer Neutralität.
Auch diese Woche wieder. In einer offiziellen Stellungnahme schlug sich Ignazio Cassis’ Aussendepartement im Streit um Grönland auf die Seite Dänemarks – und bezog Stellung gegen US-Präsident Donald Trump.
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Die Trump-Regierung hat verschiedentlich ihre hohe Wertschätzung der Schweizer Neutralität zum Ausdruck gebracht.
Was würde es bedeuten, wenn sich die Schweiz immer mehr auf die Seite der EU stellen und von ihrer traditionellen Neutralität abweichen würde?
«Es wäre sehr enttäuschend, wenn die Schweiz auf den EU-Zug aufzuspringen würde, ohne über die Konsequenzen nachzudenken», sagte Trumps Finanzminister Scott Bessent am Rande des WEF auf die Frage der Weltwoche.
«Ich mache mir Sorgen, wenn Sie anfangen, die EU-Politik in Bezug auf Verwaltung, Bürokratie und wirtschaftliche Sklerose zu kopieren.»
Die Schweiz mit bloss neun Millionen Einwohnern boxe «erstaunlicherweise weit über ihrer Gewichtsklasse», sagte Trumps Finanzkapitän. Und gab der Hoffnung Ausdruck, dass das Gastgeberland des WEF seinen bewährten eigenen Weg ausserhalb der EU fortsetze und ein «industrielles Powerhouse» bleibe.