Die Reaktionen in Deutschland auf die Ermordung des US-Konservativen Charlie Kirk haben international für Kopfschütteln gesorgt.
Statt Trauer oder Anteilnahme sei vielerorts Häme zu spüren gewesen, kritisiert der Journalist Henry Donovan im Telegraph. «Der Tod eines jungen Vaters und Verfechters der freien Rede hätte ein Moment gemeinsamen Innehaltens sein müssen», schreibt er. Stattdessen hätten deutsche Leitmedien und Politiker die Tat relativiert oder gar gefeiert.
So titelte der Tagesspiegel «Tod eines Brandstifters» und stellte Kirk als Extremisten dar, der es wohl nicht besser verdient habe. Beim ZDF verbreitete USA-Korrespondent Elmar Thevessen gar die falsche Behauptung, Kirk habe Steinigungen von Homosexuellen gefordert.
Im Netz folgten Spott und Zynismus: ein Sprecher der Linkspartei postete ein «Oh no! Anyway»-Meme, Satiriker Sebastian Hotz («El Hotzo») ein Bild des TV-Schimpansen Charly mit der Aufschrift «Rest in Peace».
Selbst ernste Töne seien mit Vorbehalten versehen worden. ZDF-Moderatorin Dunja Hayali erklärte zwar, ein Mord könne durch nichts gerechtfertigt werden, schob jedoch sofort nach, Kirk sei ein «radikal-religiöser Verschwörungsgläubiger» mit «rassistischen, sexistischen und menschenfeindlichen Aussagen».
Henry Donovan kommentiert im Telegraph: «So wird den Zuschauern suggeriert, dass dieser Mord zwar schlimm, das Opfer aber kaum menschlich gewesen sei.»
Der Autor sieht darin ein Symptom eines weit nach links verschobenen Mainstreams, der Gegner nicht mehr als Bürger, sondern als Ausgestossene behandle. Das Ergebnis: Viele Bürger fühlten sich von den etablierten Parteien verraten und wendeten sich der AfD zu. «Jeder Versuch, Mord oder Judenhass zu relativieren, treibt Wähler den Populisten in die Arme», so Donovan.
Sein Fazit: Wenn ein Mord beklatscht werde, nur weil das Opfer die «falschen» Ansichten gehabt habe, habe eine Gesellschaft ihren moralischen Kompass verloren.