Der Iran hat scharfe Kritik an den jüngsten US-Luftangriffen auf drei seiner Atomanlagen geübt und spricht von einem Bruch diplomatischer Prinzipien. In einer offiziellen Erklärung des Aussenministeriums in Teheran heisst es, Washington habe «inmitten eines diplomatischen Prozesses die Diplomatie verraten» und einen «gefährlichen Krieg gegen die Islamische Republik begonnen».
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Die Angriffe, die sich unter anderem gegen die Einrichtungen in Fordo, Natanz und Isfahan richteten, erfolgten laut Iran am zehnten Tag der israelischen Militäroffensive gegen das Land. Der Iran sieht darin einen klaren Beweis für die Komplizenschaft der USA mit Israel. «Die Vereinigten Staaten tragen die volle Verantwortung für die gefährlichen Konsequenzen und weitreichenden Folgen dieses eklatanten Aktes der Aggression und dieses abscheulichen Verbrechens», so die Erklärung weiter.
Zudem forderte Teheran eine Dringlichkeitssitzung des Uno-Sicherheitsrats und warnte vor globalen Konsequenzen, sollte die internationale Gemeinschaft zu diesen Entwicklungen schweigen. Auch die Internationale Atomenergieorganisation wurde kritisiert: Ihre «offensichtliche Voreingenommenheit» habe zur gegenwärtigen Eskalation beigetragen.
US-Präsident Donald Trump hatte die Luftschläge als «sehr erfolgreich» bezeichnet. Israelische Offizielle lobten seine Entscheidung als «mutig». Der iranische Gegenschlag liess nicht lange auf sich warten: Teheran drohte mit der Schliessung der Strasse von Hormus und kündigte die Verteidigung seiner Souveränität «mit allen Mitteln» an.
Die ohnehin angespannte Lage in der Region droht damit, in eine neue Phase militärischer Konfrontation überzugehen. Iranische Staatsmedien berichten bereits von über 400 Toten infolge der israelischen Angriffe seit dem 13. Juni.