Elon Musk hat seine Pläne zur Gründung einer neuen US-Partei vorerst auf Eis gelegt. Der Tesla- und SpaceX-Chef hatte im Juli angekündigt, mit der «America Party» eine Alternative zu Republikanern und Demokraten schaffen zu wollen. Laut einem Bericht des Wall Street Journal zieht sich der Unternehmer nun zurück – aus Sorge, konservative Verbündete zu verprellen, und um sich stärker auf seine Unternehmen zu konzentrieren.
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Insbesondere das Verhältnis zu US-Vizepräsident J. D. Vance, der als möglicher Trump-Nachfolger gilt, spielt offenbar eine zentrale Rolle. Musk soll laut WSJ erwägen, Vance bei einer Kandidatur 2028 finanziell zu unterstützen. Bereits im Wahlkampf 2024 hatte er rund 300 Millionen Dollar für Trump und andere Republikaner ausgegeben.
Ein definitiver Verzicht auf die Parteigründung sei zwar nicht erfolgt, heisst es weiter. Doch Musk meide derzeit Gespräche mit Unterstützern des Projekts. Geplante Treffen mit Strategen für Drittparteienkampagnen wurden kurzfristig abgesagt, auch prominente Befürworter wie Mark Cuban oder Andrew Yang warten vergeblich auf Kontakt. Aus dem Umfeld heisst es, Musk wolle sich «auf das Management seiner Firmen konzentrieren».
Für die Republikaner käme ein Rückzug Musks zur rechten Zeit. Drittparteien gelten in den USA traditionell als «Spoiler», die eher das konservative Lager Stimmen kosten. Trump und Musk hatten sich zuletzt wieder angenähert – nach einem öffentlichen Streit über Steuern und Ausgabenpolitik. Ein von Trump unterzeichneter Erlass zur Erleichterung von Raketenstarts könnte SpaceX künftig zusätzlich begünstigen.