Die schreckliche Bluttat im aargauischen Berikon erschüttert das ganze Land. Offenbar hat eine vierzehnjährige Alleintäterin eine ihr bekannte, ein Jahr ältere Mitschülerin tödlich verletzt.
Es handelt sich allerdings um eine Bluttat mit Ansage. Bereits am 13. Januar 2023 berichtete die Weltwoche online über unfassbare Zustände an der Kreisschule Mutschellen, wozu auch Berikon gehört.
Dabei sind viele Zuzüger in die Mutschellen-Region geflüchtet, weil sie für ihre Familien und ihre Kinder eine heilere Welt erhofften als etwa in der Stadt Zürich, im Limmattal oder in anderen Agglomerationen.
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Ende 2022 wandte sich die Schulleitung der Kreisschule Mutschellen mit einem Brief an die Eltern («Ist Ihr Kind von einer Straftat betroffen? – Was Sie tun können.»). Darin sprach die Schulleitung von einem «rauen und nicht tolerierbaren Umgang» mit «Drohungen, Diebstählen und körperlicher Gewalt». Besonders aufgefallen sei diesbezüglich die Jugendbande GLG (Ground-Level-Gang).
Die Polizei musste die Kontrollen rund um die Schule intensivieren. Sie riet den Eltern, bei Straftaten Anzeige zu erstatten, wenn die Vorfälle nicht durch Lehrer, Schulsozialarbeiter oder die Schulleitung gelöst werden könnten.
Die Leitung der Kreisschule Mutschellen wurde im Elternbrief sehr konkret. Sie sprach von Beschimpfungen wie «Schlampe» oder «Hurensohn», Unterstellungen des Versendens von Nacktfotos, Verfolgungen auf dem Pausenplatz, Schlägen oder Androhung von Schlägen, Nacktbildversand auf dem Klassenchat oder das Stehlen von Kopfhörern.
Jetzt ist die Situation gänzlich ausser Kontrolle geraten.