Die EU will ein weiteres Sanktionspaket gegen Russland auf den Weg bringen und zugleich ihre Unterstützung für die Ukraine ausbauen. Nach einem Treffen der Aussenminister in Brüssel kündigte die EU-Aussenbeauftragte Kaja Kallas an, ein neunzehntes Massnahmenpaket vorzubereiten. «Wir werden die militärische und finanzielle Hilfe für die Ukraine verstärken», erklärte Kallas wenige Tage vor dem Treffen von US-Präsident Donald Trump und Russlands Staatschef Wladimir Putin in Alaska. Zugleich warnte sie vor «jeglichen Zugeständnissen an Moskau».
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Das geplante Sanktionspaket folgt einer Reihe bereits bestehender Massnahmen, mit denen die EU seit Beginn des Krieges versucht, Russlands Wirtschaft und militärische Kapazitäten zu schwächen. Über konkrete Inhalte wurde noch nicht entschieden, doch Beobachter rechnen mit zusätzlichen Einschränkungen im Energie- und Technologiebereich. Kallas betonte, dass die Unterstützung Kiews nicht nur ein moralisches Gebot sei, sondern auch im sicherheitspolitischen Eigeninteresse Europas liege.
Aus ihrer Sicht seien «transatlantische Einheit, Unterstützung für die Ukraine und Druck auf Russland der Weg, wie wir diesen Krieg beenden und künftige russische Aggressionen in Europa verhindern können», so Kallas.