Bei einer von Rechtspopulist Tommy Robinson organisierten Demonstration in London ist es zu schweren Ausschreitungen gekommen. Wie die BBC berichtet, wurden mindestens 26 Polizisten verletzt, vier davon schwer. Flaschen und andere Gegenstände seien auf Einsatzkräfte geworfen worden. Die Polizei sprach von «völlig inakzeptabler Gewalt».
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Bis zu 150.000 Menschen hatten sich laut Polizei im Regierungsviertel versammelt. Die Protestaktion unter dem Motto «Unite the Kingdom» wurde von Robinson als «Festival der Meinungsfreiheit» angekündigt. Unter den Rednern war auch Tech-Milliardär Elon Musk, der per Video zugeschaltet wurde und einen «Regierungswechsel» forderte: «Es muss etwas getan werden.»
Gegendemonstrationen formierten sich unter dem Banner «Stand Up To Racism». Etwa 5.000 Personen beteiligten sich daran. Die Polizei trennte die beiden Lager mit massiver Präsenz, darunter berittene Einheiten und Spürhunde. Trotzdem kam es zu Zusammenstössen, etwa als Demonstranten versuchten, in abgesperrte Bereiche vorzudringen.
Laut Polizei seien Beamte mit Tritten, Schlägen und Flaschen attackiert worden. Ein Pferd und sein Reiter seien durch einen Flaschenwurf ins Straucheln geraten. «Viele kamen, um ihr Recht auf Protest wahrzunehmen, aber viele auch mit klarer Gewaltabsicht», sagte Londons Polizeivize Matt Twist. Innenministerin Shabana Mahmood kündigte Konsequenzen an: «Wer Gewalt gegen Polizisten ausübt, wird die volle Härte des Gesetzes spüren.»