In Bern und Schaffhausen sorgen neue Elektrobusse für Unmut bei Passagieren und Fahrpersonal. In den Fahrzeugen sei es teils deutlich zu kalt, berichtet SRF. «Es ist ihnen teilweise zu kühl», sagte Patrick Altenburger, Geschäftsführer der Verkehrsbetriebe Schaffhausen. Ähnliche Beschwerden gibt es auch bei Bernmobil, wie die regionale Zeitschrift Dr Wecker berichtet.
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Betroffen sind batterieelektrische Busse des spanischen Herstellers Irizar. In Bern und der Agglomeration sind 26 Fahrzeuge im Einsatz, in Schaffhausen 13. Zwar gelten sie als modern und klimafreundlich, doch bei winterlichen Temperaturen zeigen sich Probleme. Bei 0 Grad Aussentemperatur sollten die Busse auf rund 15 Grad geheizt werden – dieser Wert wird jedoch häufig nicht erreicht.
Geheizt wird mit Wärmepumpen auf dem Dach der Busse. Diese entziehen der Umgebungsluft Wärme und benötigen Strom aus der Batterie. «Kommt eine Wärmepumpe ans Limit, muss man noch mehr elektrisch heizen, das geht aber auf die Reichweite der Batterie», erklärte Didier Buchmann von Bernmobil. Um genügend Fahrstrecke sicherzustellen, werde deshalb weniger geheizt.
In Schaffhausen versucht man derzeit, zumindest den vorderen Busbereich stärker zu beheizen, um das Fahrpersonal zu entlasten. Beide Verkehrsbetriebe arbeiten nach eigenen Angaben an Lösungen. Erste Software-Updates hätten bereits leichte Verbesserungen gebracht.
Die Unternehmen betonen, dass nicht die Elektromobilität an sich das Problem sei, sondern die Kombination aus Kälte und energieeffizienter Heizung. Man halte am Einsatz der Elektrobusse fest.