Bei den Olympischen Winterspielen in Italien sorgt ein verbaler Schlagabtausch zwischen US-Präsident Donald Trump und dem amerikanischen Freestyler Hunter Hess für Aufsehen. Hess hatte zuvor öffentlich Kritik an den politischen Zuständen in den USA geäussert, woraufhin Trump auf seiner Plattform Truth Social reagierte: Hess sei «ein echter Loser», der es besser vermieden hätte, Teil des US-Teams zu werden.
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Der 24-jährige Sportler hatte erklärt, er empfinde «gemischte Gefühle», die Vereinigten Staaten bei Olympia zu vertreten. «Nur weil ich die amerikanische Flagge trage, heisst das nicht, dass ich alles gutheisse, was in den USA passiert», so Hess. Er wolle vor allem für seine Freunde und Familie antreten – «für all das, was ich an den USA für gut halte».
Trump hingegen bezeichnete Hess’ Aussagen als illoyal und betonte, es sei «sehr schwer, jemanden wie ihn anzufeuern». Dass Hess trotz seiner Haltung im Team sei, nannte der Präsident «bedauerlich».
Hintergrund der Kritik ist unter anderem das harte Vorgehen der US-Einwanderungsbehörde ICE, das bereits vor den Spielen für Proteste gesorgt hatte. Auch der britische Freestyler Gus Kenworthy hatte ein Zeichen gesetzt: Er veröffentlichte auf Instagram ein Bild mit dem Schriftzug «Fuck ICE», den er nach eigenen Angaben in den Schnee geschrieben hatte.