5,7 Millionen Franken hat Economiesuisse für ihre Abstimmungskämpfe 2024 aufgebracht. Damit ist der Dachverband der Schweizer Wirtschaft 2024 Spitzenreiter, wie eine Auswertung des Vereins Lobbywatch aufzeigt.
Genützt hat es trotzdem nichts. Ob bei der Initiative für eine 13. AHV-Rente, der Pensionskassen-Reform oder der sogenannten Renteninitiative: Economiesuisse stand stets auf der Verliererseite.
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2,4 Millionen Franken wandte der Verband allein für die AHV-Initiative auf, die Economiesuisse bekämpft hatte. Rund 58 Prozent der Stimmbürger befürworteten die Vorlage, die ihnen mehr Rentengelder einbringt.
Die BVG-Reform wiederum war Economiesuisse 1,4 Millionen wert. Auch hier nützte das finanzielle Engagement des Verbandes nichts. Der Souverän versenkte die Reform, die für die arbeitende Bevölkerung mit Lohnabzügen verbunden gewesen wäre, im hohen Bogen.
Auf der Verliererseite stand Economiesuisse auch bei der sogenannten Renteninitiative, die eine Erhöhung des Pensionsalters zur Folge gehabt hätte.
Die Niederlagen sind für Economiesuisse bezeichnend. Zeigen sie doch: Mit Geld lässt sich vieles kaufen, immerhin aber nicht der Stimmbürger. Der Organisation, die vor allem Grosskonzerne und deren Spitzen vertritt, fehlt jegliches Gehör für die arbeitende Bevölkerung.