Ein Bild, zwei Universen: Momentaufnahme eines transatlantischen Missverständnisses
Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Abonnemente
Jedes Abo eine Liebeserklärung an die Meinungsvielfalt.
AboDigital
Für alle, die Online lesen wollen
Alle Artikel online lesen
E-Paper inklusive
App (iOS & Android)
AboPrint & Digital
Printausgabe & digital jederzeit dabei
Wöchentliche Printausgabe
Alle Artikel online lesen
E-Paper inklusive
App (iOS & Android)
Sind Sie noch nicht überzeugt? Details zu den Abos
Die Weltwoche

Ein Bild, zwei Universen: Momentaufnahme eines transatlantischen Missverständnisses

Szene: Zwei mächtige Persönlichkeiten, zwei grüne Thronsessel, dazwischen ein paar Blümchen – und sehr viel Spannung.

Links: Eine Dame in Kornblumenblau, die verklemmte Anmutung europäischer Zurückhaltung. Dezent geschminkt, akkurat geföhnt – wie ein frischgestärkter Leitz-Ordner auf zwei Beinen.

Rechts: Das fleischgewordene Alphatier mit Sonnenbank-Teint und einer Krawatte wie ein Ausrufezeichen: All eyes on me!

Copyright 2025 The Associated Press. All rights reserved
President Donald Trump and European Commission President Ursula von der Leyen speak as they meet at the Trump Turnberry golf course in Turnberry, Scotland Sunday, July 27, 2025
Copyright 2025 The Associated Press. All rights reserved

Sie: Die Beine manierlich zusammen, Hände auf den Oberschenkeln – als wolle sie sagen: «Bloss keine Geste, die interpretiert werden könnte» – der Blick ins Leere. Diplomatischer Pokerface-Modus auf Stufe «Brüssel».

Er: Die Beine gespreizt – Manspreading als Machtfaktor –, Körper in Vorlage, Gesicht in Bewegung. Die Hände: «So wenig hat gefehlt zum Hole-in-one auf dem Golfplatz.»

Sie: «Ich habe fünf Sprachen im Kopf und zwei Dossiers in der Handtasche.»

Er: «Ich habe fünf Deals im Kopf – Welches Dossier?»

Kernaussage: «Wir verstehen uns prächtig – solange wir schweigen.» Die Fahnen im Hintergrund wehen für zwei Universen: das eine multilateral, das andere egozentral. Der Tisch zwischen ihnen: zu klein für den Geltungsdrang des einen, zu zerbrechlich für den aufgestauten Frust der anderen.

Und draussen fragt sich die Welt: Ist das noch Politik – oder schon die Sitzprobe für das Wachsfigurenkabinett der transatlantischen Missverständnisse?

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 01.04.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.