Besonders freundlich wurde der Axel-Springer-Verlag im Königreich nicht begrüsst. Die Briten rümpften die Nase, als die Deutschen letzte Woche ihr Traditionsblatt Daily Telegraph kauften.
Einen «Kulturkonflikt» erkannte die Times. «Zerschlagene Träume» beklagte der Guardian. Einen «ungebetenen Gast» nannte es die Financial Times.
Solche Reaktion hat Tradition. Wann immer ein deutsches Unternehmen ein britisches Erbstück übernimmt, beschwören sie auf der Insel gern die Battle of Britain, bei der sie 1941 die deutsche Luftwaffe fernhielten. Als Volkswagen und BMW später die englischen Edelmarken Bentley und Rolls-Royce aufkauften, tönte es ebenso: Wir brauchen keine «Krauts», ...