Eine Lanze für Alisha Lehmann: Die wunderschöne Schweizer Fussballerin verdient höchste Anerkennung – statt Neid und Missgunst
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Eine Lanze für Alisha Lehmann: Die wunderschöne Schweizer Fussballerin verdient höchste Anerkennung – statt Neid und Missgunst

Dass der Frauenfussball in Sachen Popularität nicht mit dem Männerfussball mithalten kann, lässt sich unschwer an den Einschaltquoten und den Gehältern der weiblichen Spieler erkennen. Und doch gibt es eine Spielerin, die zumindest in Bezug auf ihre Anhängerschaft mit den männlichen Superstars des Sports mithalten kann: Alisha Lehmann.

© KEYSTONE / MICHAEL BUHOLZER
Switzerland's forward Alisha Lehmann reacts during the UEFA Women's EURO 2025 Group A soccer match between Switzerland and Norway at the St
© KEYSTONE / MICHAEL BUHOLZER

Mit 16,8 Millionen Follower zählt die 26-jährige Stürmerin von Juventus Turin zu den meistgefolgten Sportlern weltweit. Zum Vergleich: Publikumsliebling und Weltmeister Thomas Müller kommt auf 14,8 Millionen Follower. Allein ihre Anhängerschaft in den sozialen Netzwerken dürfte Lehmann ein mehr als auskömmliches Einkommen bescheren. Ein Privileg, das sie von vielen anderen Fussballerinnern unterscheidet.

Nein, dies soll keine Debatte über equal pay im Fussball werden. Ich glaube an den freien Markt. An Angebot und Nachfrage. Männliche Fussballer verdienen deshalb ein Vielfaches, weil die Einnahmen, die über den Männerfussball generiert werden, die des Frauenfussballs bei weitem übertreffen.

Umso mehr muss man sich allerdings fragen, was viele Leute eigentlich für ein Problem mit Alisha Lehmann haben. Warum sie ihr ihren Erfolg in den sozialen Medien und die damit verbundenen Einnahmen offenbar nicht gönnen. Denn nichts anderes steckt meines Erachtens hinter den Angriffen auf die Optik dieser jungen Frau. Es ist, wie so oft, der Neid, der die Menschen antreibt. Die Wut auf das, was sie selbst nicht sind und haben können.

Alisha Lehmann ist für viele Menschen zu viel von allem. Sie passt nicht in ihre vorgefertigten Schubladen und triggert damit all jene, deren Horizont sich auf die heimische Thermomix-Idylle beschränkt. Männer dürfen in der Regel alles sein. Frauen immer nur eines. Entweder hübsch oder intelligent. Hübsch oder erfolgreich. Hübsch oder eine gute Fussballerin. Mehr erträgt der missgünstige Durchschnittsbürger nicht.

Hier muss jeder weibliche Star aussehen, als wäre er gerade aus einem Uniseminar über queere postcolonial studies gefallen. Bloss nicht zu doll geschminkt. Zu auffällig. Zu alles. Damit sich Beate nicht schlecht fühlt und auch Thorsten denkt, sie sei für ihn erreichbar. Und weil es diese Neidkultur in Ländern wie den USA nicht gibt, haben die auch Stars, die wie welche aussehen, und wir haben … na ja. Reden wir nicht darüber. Ich will niemanden schlechtmachen.

Kurzum: Der Hass auf Lehmann geht von zwei Lagern aus. Frauen, die nicht so schön sind wie sie, und Männern, die wissen, dass sie nie eine Chance bei ihr hätten. Insbesondere Letztere sind stets die Lautesten, wenn es darum geht, sich im Netz über die Optik einer Frau auszulassen, die sie sowieso nie anschauen würde.

Sicherlich vermag der eine oder andere seinen Frust über die erfolgreiche und attraktive Lehmann in eine Art Pseudokritik an den gängigen Schönheitsidealen zu verpacken, um den Beleidigungen eine Art intellektuellen Anstrich zu verleihen. Zu viel Make-up, zu viel Beauty-Eingriffe, und wie immer stehen alle Männer auf «natürliche» Frauen. Nur eben nicht im Internet und auf der Strasse, wo sie dann doch letztlich jenen geschminkten und gestylten Frauen hinterherschauen, die sie angeblich gar nicht mögen. Verrückt, oder?!

Und für den geringen Prozentsatz unter den «Kritikern», die Alisha Lehmann tatsächlich unattraktiv finden, habe ich einen Tipp, der mich schon vor vielen unangenehmen Situationen und verletzenden Worten gegenüber anderen bewahrt hat: Wenn man nichts Gutes zu sagen hat, sollte man lieber gar nichts sagen. Denn letztlich hat keiner nach eurer Meinung gefragt.

Hach ja, was wäre das nur für eine schöne Welt, in der Frauen einfach so aussehen dürften, wie sie es wollen, ohne dass Thorsten und Beate sich berufen fühlten, ihren Senf dazuzugeben.

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