Eine Jury erklärt «Pushback» zum Unwort des Jahres. Es sei menschenfeindlich und beschönigend. Auf Platz zwei der Unworte landet «Sprachpolizei»
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Eine Jury erklärt «Pushback» zum Unwort des Jahres. Es sei menschenfeindlich und beschönigend. Auf Platz zwei der Unworte landet «Sprachpolizei»

Das Unwort des Jahres 2021 lautet «Pushback». Der Begriff, der im Zusammenhang mit Zurückweisungen an Grenzen verwendet wird, beschönige einen «menschenfeindlichen Prozess». Das meint die Jury aus vier Sprachwissenschaftlern, einer Journalistin und einem Mitglied aus der Kultur- und Medienbranche.

Auf Platz 2 der Unworte setzten sie die «Sprachpolizei».

Das Unwort des Jahres 2021 steht in einer üblen Tradition: Mit dem Unwort-Begriff werden meist Andersdenkende diskreditiert, die den Geboten der linken Sprachpolizei nicht folgen wollen. Untersucht man die Begriffe, die in früheren Jahren zum Unwort des Jahres gekürt wurden, dann wird deutlich, dass sich darin die Weltsicht der Linksintellektuellen verdichtet.

NADINE WEIGEL / KEYSTONE
Eine Jury erklärt «Pushback» zum Unwort des Jahres. Es sei menschenfeindlich und beschönigend. Auf Platz zwei der Unworte landet «Sprachpolizei»
NADINE WEIGEL / KEYSTONE

Letztes Jahr war «Rückführungspartnerschaft» Unwort des Jahres, vorletztes Jahr «Klimahysterie». «Gutmensch» und «freiwillige Ausreise» waren auch schon «Unworte».

«Unwort des Jahres» heisst: Wenn die selbsternannte Sprachpolizei sich darüber ärgert, dass jemand das Wort «Sprachpolizei» gebraucht – und es deshalb zum Unwort erklärt.

Meine Alternativen für das Unwort des Jahres: Zusammenhalt, Solidarität, gendersensibel, Klimagerechtigkeit.

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