Eine SRF-Korrespondentin versteht ihre Aufgabe nicht. Der Sender entschuldigt sich. Und macht damit alles noch viel schlimmer
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Eine SRF-Korrespondentin versteht ihre Aufgabe nicht. Der Sender entschuldigt sich. Und macht damit alles noch viel schlimmer

Natürlich freut man sich als empathischer Mensch, dass es Alexandra Gubser nun wieder besser geht und ihre grösste Angst nicht Wirklichkeit wurde. Als TV-Konsument und Gebührenzahler allerdings ist man eher verstört.

Gubser ist Frankreich-Korrespondentin von SRF und zeigte sich am Wahltag vor laufender Kamera erleichtert über Macrons Bestätigung als Präsident. Ihr sei ein Stein vom Herzen gefallen, erklärte sie euphorisch, denn Marine Le Pen als Staatsoberhaupt wolle man sich gar nicht vorstellen.

Eine SRF-Korrespondentin versteht ihre Aufgabe nicht. Der Sender entschuldigt sich. Und macht damit alles noch viel schlimmer

Das würde als Aussage bei einer Strassenumfrage beim gemeinen Volk durchgehen, nicht aber als Teil der Wahlberichterstattung einer TV-Journalistin eines öffentlich-rechtlichen Senders. Entsprechend hagelte es Proteste.

Die Medienstelle des Senders reagierte gegenüber dem Nachrichtenportal Nau.ch umgehend auf die Kritik. Allerdings mit einer Antwort, die das Prädikat «zutiefst verunglückt» verdient.

Wörtlich heisst es:

«Alexandra Gubser räumt ein, dass sie sich unmittelbar nach der Wahlentscheidung in diesem kurzen Moment nicht von der Welle der Erleichterung, die durch das liberale Frankreich und Europa schwappte, hätte mitreissen lassen dürfen.»

SRF macht also aus der deplatzierten Erleichterung der Korrespondentin kurzerhand eine Erleichterung für das gesamte «liberale Europa».

Alexandra Gubsers einziger Fehler war es demnach, dass sie diese Stimmung im Volk aufgenommen und offen ausgesprochen hat. Womit klar ist, dass Gubsers unprofessioneller Ausrutscher im Leutschenbach inhaltlich geteilt wird.

Den Wahlkampf selbst habe man «sachgerecht und fair» beleuchtet, betont SRF zudem. Das ist schwer zu glauben, wenn die zuständige Korrespondentin nach erfolgter Wahl nahe an einem Freudensprung ist.

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