«Einheit für Impfungen»: Zwei Zürcher Gemeinderäte wollen die Impfrate bei den städtischen Angestellten erhöhen. Politiker wissen offenbar besser als medizinisches Personal, was gut ist für sie
Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Abonnemente
Jedes Abo eine Liebeserklärung an die Meinungsvielfalt.
AboDigital
Für alle, die Online lesen wollen
Alle Artikel online lesen
E-Paper inklusive
App (iOS & Android)
AboPrint & Digital
Printausgabe & digital jederzeit dabei
Wöchentliche Printausgabe
Alle Artikel online lesen
E-Paper inklusive
App (iOS & Android)
Sind Sie noch nicht überzeugt? Details zu den Abos
Die Weltwoche

«Einheit für Impfungen»: Zwei Zürcher Gemeinderäte wollen die Impfrate bei den städtischen Angestellten erhöhen. Politiker wissen offenbar besser als medizinisches Personal, was gut ist für sie

Heute Abend um 17 Uhr tagt der Zürcher Gemeinderat zum Thema «Einheit für Impfungen». Es geht darum, dass die städtischen Angestellten sich häufiger impfen lassen sollen. Dazu brauche es einheitliche Massnahmen.

Von einem Impfzwang ist zwar nicht gerade die Rede, aber das Vorhaben ist klar: Der Druck, sich impfen zu lassen, soll erhöht werden.

«Einheit für Impfungen»: Zwei Zürcher Gemeinderäte wollen die Impfrate bei den städtischen Angestellten erhöhen. Politiker wissen offenbar besser als medizinisches Personal, was gut ist für sie

Das Postulat der Gemeinderäte Anna Graff (SP) und Frank Rühli (FDP) lautet: «Der Stadtrat wird beauftragt zu prüfen, wie die Stadt Zürich im Rahmen der Fachstelle Pandemievorsorge eine Impfstelle einrichten kann.»

Es werde zu wenig geimpft, beklagen die Stadtparlamentarier. Die Zahlen seien viel zu tief. So wird bemängelt, dass nur noch 1100 der 30.000 städtischen Angestellten das Angebot der kostenlosen Grippeimpfung nutzen.

Auch in den städtischen Spitälern betrage die Grippe-Impfquote nur 25,7 Prozent. Und beim Pflegepersonal sogar nur 18,3 Prozent.

Offensichtlich haben diese Impfmuffel also keine Ahnung von Medizin und Gesundheit. Gut, dass unsere Politiker eine neue Fachstelle schaffen wollen, um das medizinische Fachpersonal vor dummen Entscheidungen zu bewahren.

Ganz anders sieht es bei den Kindern aus. Immerhin 75 Prozent der Mädchen und 52 Prozent der Jungen sind gegen HPV geimpft. Dieser Wert ist leider auch nicht zufriedenstellend, denn damit seien die Zielraten der WHO noch nicht erreicht, so die Politiker.

Da die WHO ein von der Schweizer Bevölkerung nicht gewähltes Gremium ist, fragt man sich, warum ihre Richtlinien von den Stadtparlamentariern als massgebend betrachtet werden.

Doch wie will man alles und jeden in Zürich WHO-gemäss impfen? Inspiration fand man in der Pandemie. Die Politiker sind überzeugt, dass eine derartige «Einheit effektiv neue Impfaktionen bei künftigen Epidemien oder Pandemien aufziehen kann – wie dies z. B. beim Coronavirus und bei den Affenpocken in jüngster Vergangenheit nötig war».

Es wäre doch schrecklich, wenn wir selbst entscheiden könnten, was in unseren Körper kommt.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 01.04.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.