Die Bild-Zeitung tönt wie der Grossdeutsche Rundfunk in den letzten Kriegsmonaten.
«Klatsche für Putin», «Putins Flugabwehr pfeift auf dem letzten Loch», «Historisch! Putins Mega-Jet verliert Luftkampf», «Putin in der Kartoffelklemme».
Da weiss man als geübter Zwischen-den-Zeilen-Leser: Es steht schlecht für die Ukraine.
Denn die wirklich aufschlussreichen Nachrichten finden keinen Eingang in die Seiten von Bild – oder anderen Medien.
VALDEMAR DOVEIKO / KEYSTONE
Etwa, dass US-Verteidigungsminister Pete Hegseth eine Kürzung der Militärhilfe für Kiew angekündigt hat.
Dass eine kleine Armee von amerikanischen Buchprüfern in der Ukraine eingetroffen ist, um zu überprüfen, wo Hunderte von Milliarden US-Dollar versickert sind.
Dass immer lauter darüber spekuliert wird, wann und wie die USA Staatschef Wolodymyr Selenskyj aus dem Amt entfernen wollen.
Dass die ukrainische Front im Donbass vor dem Zusammenbruch steht.
Endspiel in Kiew – nur die EU hat es noch nicht mitgekriegt. Die schnürt gerade das 18. Sanktionspaket gegen Russland.
Vielleicht sollte man hier nicht nur die eigene Propaganda lesen.