Die Lufthansa warnt vor Engpässen bei Flugtreibstoff infolge des Iran-Kriegs. Vorständin Grazia Vittadini sagte gegenüber der Welt am Sonntag: «Die Frage der Verfügbarkeit von Flugkraftstoff ist an einigen asiatischen Flughäfen bereits jetzt schwierig.»
Hintergrund ist die unsichere Lage in der Strasse von Hormus, durch die ein grosser Teil der globalen Öl- und Kerosinlieferungen transportiert wird. Seit Beginn der Kampfhandlungen ist die Passage für Tanker stark eingeschränkt. Das wirkt sich unmittelbar auf die Versorgungsketten der Luftfahrt aus.
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Bereits jetzt zeigen sich konkrete Folgen: An mehreren Flughäfen in Asien kommt es laut Lufthansa zu Engpässen, während die Preise für Kerosin teils um mehr als 100 Prozent gestiegen sind. Andere Airlines reagieren ebenfalls. Japanische Fluggesellschaften haben ihre Treibstoffzuschläge deutlich erhöht, und einzelne Maschinen mussten nach Angriffen auf Infrastruktur auf andere Flughäfen ausweichen, um überhaupt tanken zu können.
Die Lufthansa sieht sich kurzfristig noch teilweise abgesichert. Rund 80 Prozent des Treibstoffbedarfs für das laufende Jahr seien zu fixierten Preisen eingekauft. Dennoch steigen die Kosten auch für den Konzern spürbar.