Die deutschen Gasspeicher sind auf 21,6 Prozent gefallen – nun fliesst Erdgas aus Frankreich und erstmals auch über die Schweiz nach Deutschland. Dies berichtet das Portal Apollo News.
Nach aktuellen Daten der Bundesnetzagentur und des Verbands Gas Infrastructure Europe lagen die Speicherstände am Dienstag bundesweit bei 21,6 Prozent, in Bayern bei 17,5 Prozent. Der Speicher Wolfersberg in Oberbayern ist mit 3,6 Prozent nahezu leer.
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Die LNG-Importe bleiben unter dem früheren Niveau von 300 bis 500 Gigawattstunden (GWh) täglich. In der vergangenen Woche wurden insgesamt 1612 GWh angelandet, im Schnitt gut 200 GWh pro Tag. Zu Jahresbeginn waren es noch 2602 GWh binnen sieben Tagen. Norwegen liefert mit mehr als 1300 GWh pro Tag weiterhin den grössten Anteil, kann die Lücke jedoch nicht schliessen.
Über die Niederlande und Belgien wurden zuletzt fast 10.700 GWh pro Woche nach Deutschland transportiert, nach rund 9200 GWh Anfang Januar. Doch auch dort sind die Speicher mit 13 Prozent historisch tief gefüllt.
Erstmals seit Jahresbeginn importiert Deutschland deshalb auch wieder Gas aus Frankreich. Seit dem 21. Januar flossen zunächst 19 GWh, zuletzt bis zu 87 GWh pro Tag. Binnen sieben Tagen summierten sich die Lieferungen auf 413 GWh. Zusätzlich wird seit dem 31. Januar Gas über die Schweiz nach Süddeutschland geleitet. Der Höchstwert lag bei 145 GWh an einem Tag, im Wochenvergleich bei 400 GWh. Da die Schweiz über keine grossen eigenen Speicher verfügt, handelt es sich faktisch um Transitmengen aus Frankreich oder Italien.