Der frühere norwegische Regierungschef Thorbjørn Jagland hat versucht, sich das Leben zu nehmen, und befindet sich im Krankenhaus. Dies berichtet die Onlinezeitung iNyheter. Jagland sei am 17. Februar eingeliefert worden, sein Zustand weiterhin kritisch.
In einem Schreiben an «ausgewählte Redakteure» habe der Anwalt erklärt, die jüngsten Ereignisse hätten Jagland «stark belastet». Es bestehe «eine ernsthafte Gefahr für sein Leben oder seine Gesundheit». Er sei deshalb in «ärztliche Behandlung genommen worden». Gegenüber iNyheter bestätigte der Anwalt demnach den Suizidversuch.
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Der Vorfall steht im Zusammenhang mit neuen Enthüllungen im Skandal um Jeffrey Epstein. Am 11. Februar 2026 hob der Europarat die Immunität seines früheren Generalsekretärs auf. Tags darauf erhoben norwegische Behörden Anklage wegen schwerer Korruption und durchsuchten seine Wohnungen. Jagland hatte zuvor dem Sender NRK gesagt, er sei «sehr froh, dass die Angelegenheit aufgeklärt wird».
Die Vorwürfe betreffen unter anderem die Annahme von Vorteilen durch Epstein, darunter Übernachtungen und übernommene Reisekosten. Jagland war von 1996 bis 1997 norwegischer Regierungschef und von 2009 bis 2019 Generalsekretär des Europarates.