Er sagt, was er und Tausende Briten denken: Wer ist Tommy Robinson, der letztes Wochenende 150.000 Menschen an eine Demonstration nach London gebracht hat?
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Er sagt, was er und Tausende Briten denken: Wer ist Tommy Robinson, der letztes Wochenende 150.000 Menschen an eine Demonstration nach London gebracht hat?

Luton ist eine der englischen Städte in der die muslimische Zuwanderung unübersehbar ist. Aus diesem Luton stammten etwa die Attentäter der islamistischen Londoner Anschläge vor zwanzig Jahren. Von hier kommt auch der rechtspolitische Aktivist Stephen Yaxley-Lennon.

Unter seinem nom de guerre Tommy Robinson konnte er letztes Wochenende 150.000 Menschen an eine Demonstration nach London bringen. Robinsons Hauptanliegen: Kampf dem Islamismus, der die westliche Gesellschaft unterwandert. Stopp der Migration, die das erst ermöglicht! Um dieses Ziel zu erreichen, ist ihm fast jedes rhetorische Mittel recht.

Er sagt, was er und Tausende Briten denken: Wer ist Tommy Robinson, der letztes Wochenende 150.000 Menschen an eine Demonstration nach London gebracht hat?

Denn er gehört zu den beneidenswerten Menschen, die ohne Hemmungen ihre Meinung kundtun. Hält er Muslime gerade mal für «Zeitbomben», dann sagt er das. Hält er einen illegal Zugewanderten für pädophil, verkündet er auch das.

Wird er von einem Gericht deswegen für üble Nachrede verurteilt, denkt er nicht daran, sich an die verfügten Auflagen zuhalten. Mit anderen Worten: Tommy Robinson ist ein im Grunde unpolitischer Hau-den-Lukas, der öffentlich sagt, was Tausende andere nur im Pub kundtun. Politische Institutionen sind ihm schnuppe. Parteien wie Nigel Farages Reform UK oder die Konservativen bringen ihn zum Lachen. Robinson denkt nicht daran, sich irgendeiner etablierten Gruppierung unterzuordnen. Er genügt sich selbst.

Genau diese Unverfrorenheit macht ihn zur Projektionsfläche all der Menschen, die seiner Demonstration gefolgt sind. Sie teilen seine Wut über die Migration, sie verstehen seine Angst vor der Islamisierung. Sie wollen das alte England als Heimat zurückerobern. Die zahlreichen Union-Jack-Fahnen in London zeugten davon. Dabei sind diese Menschen nicht fremdenfeindlich oder gar rassistisch.

Sie verstehen sich mit ihren zugewanderten Nachbarn in Luton oder sonstwo persönlich ausgezeichnet, hüten ihnen den Hamster während der Ferienabwesenheit in Pakistan. Für sie ist es die Masse, die sie stört. Robinsons Pseudonym geht übrigens nicht auf ein politisches Vorbild zurück. Der Name erinnert vielmehr an einen legendären Fussball-Hooligan seines über alles geliebten Clubs Luton Town.

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