«Er zog sich mit dem Audi-CEO ins Séparée zurück»: Auch SPD-Chef Lars Klingbeil traf sich mit Wirtschaftsgrössen am Weimer-Gipfel
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«Er zog sich mit dem Audi-CEO ins Séparée zurück»: Auch SPD-Chef Lars Klingbeil traf sich mit Wirtschaftsgrössen am Weimer-Gipfel

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«Er zog sich mit dem Audi-CEO ins Séparée zurück»: Auch SPD-Chef Lars Klingbeil traf sich mit Wirtschaftsgrössen am Weimer-Gipfel
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Nicht nur CDU-Politiker wie Kanzler Friedrich Merz oder Wirtschaftsministerin Katherina Reiche zählen zu den regelmässigen Gästen auf dem von der Weimer Media Group veranstalteten Ludwig-Erhard-Gipfel. Auch SPD-Chef Lars Klingbeil war laut Veranstalterseite immer wieder präsent – inklusive diskreter Gespräche mit Konzernchefs. Das berichtet das Portal Apollo News.

CLEMENS BILAN / KEYSTONE
epa12522417 German Finance Minister and Social Democratic Party (SPD) co-chairman Lars Klingbeil leaves after a meeting of the Social Democratic Party (SPD) parliamentary group in Berlin, Germany, 13 November 2025
CLEMENS BILAN / KEYSTONE

«Er zog sich mit dem Audi-CEO ins Séparée zurück, setzte sich beim Abendessen zu Grossbankern und Industriellen und signalisierte allen, dass Deutschlands Zeitenwende auch für die Wirtschaft gelten müsse», heisst es in einem Artikel des zur Weimer-Gruppe gehörenden Portals The European über Klingbeils Auftritte beim Lobbytreffen. Der heutige Vizekanzler habe dort sein wirtschaftsfreundliches Profil geschärft – mitten im Terrain der Merz-nahen Wirtschaftsversteher.

Die Veranstaltung, so das Eigenlob der Weimer Media Group, sei zum politischen Brückenschlag zwischen Merz und Klingbeil geworden. «Beide ahnten von Anfang an, dass sie es einmal miteinander [zu] tun bekämen», schreibt The European. Klingbeil habe das Treffen dazu genutzt, Nähe zur Industrie zu demonstrieren – etwa durch Tischgesellschaft mit Bankern und Industrievertretern.

Hintergrund: Die Weimer Media Group bewirbt in Verkaufsunterlagen Kooperationspakete für Unternehmen – für mindestens 60.000 Euro soll «Einfluss auf politische Entscheidungsträger» erworben werden. Vier Bundesminister sind für 2026 angekündigt.

Dass der Gipfelveranstalter zur Hälfte Wolfram Weimer gehört – aktuell Kulturstaatsminister im Kanzleramt –, macht die Sache heikel. Nachdem die Vermarktung von Kabinettsmitgliedern publik wurde, kündigte Weimer an, seine Anteile an einen Treuhänder zu übertragen. Doch juristisch ist das Thema nicht erledigt: Mindestens vier Strafanzeigen liegen inzwischen bei der Staatsanwaltschaft Berlin.

Trotzdem sieht Bundeskanzler Merz keinen Handlungsbedarf. Er verteidigt Weimer in der ARD mit Nachdruck: Alle Vorwürfe seien «falsch». Belege dafür sei er allerdings schuldig geblieben, schreibt Apollo News.

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