«Ernste Sorge»: Deutschland drohen «Versorgungsengpässe» wegen der blockierten Strasse von Hormus – Chemie-Industrie pfeift aus dem letzten Loch
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«Ernste Sorge»: Deutschland drohen «Versorgungsengpässe» wegen der blockierten Strasse von Hormus – Chemie-Industrie pfeift aus dem letzten Loch

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«Ernste Sorge»: Deutschland drohen «Versorgungsengpässe» wegen der blockierten Strasse von Hormus – Chemie-Industrie pfeift aus dem letzten Loch
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Die deutsche Chemieindustrie warnt vor ersten Lieferengpässen infolge des Iran-Kriegs und der Blockade der Strasse von Hormus. Der Hauptgeschäftsführer des Verbands der Chemischen Industrie (VCI), Wolfgang Grosse Entrup, sagte: «Was wir jetzt nicht mehr bestellen können, fehlt perspektivisch in sechs bis acht Wochen.»

AP2009
Die Strasse von Hormus.
AP2009

Die Branche beobachtet nach eigenen Angaben bereits erste Störungen in internationalen Lieferketten. Hintergrund ist der weitgehend zum Erliegen gekommene Schiffsverkehr durch die Strasse von Hormus – eine der wichtigsten Handelsrouten der Welt. Über die Meerenge wird ein grosser Teil der globalen Energie- und Rohstofftransporte abgewickelt.

Besonders betroffen sind nach Angaben des Branchenverbands zentrale Grundstoffe der Chemieproduktion – unter anderem Ammoniak, Phosphate, Helium und Schwefel. Diese Rohstoffe sind entscheidend für zahlreiche industrielle Prozesse – etwa in der Düngemittelproduktion oder der Kunststoffherstellung. «Es besteht die Sorge ernster, zunehmender Versorgungsengpässe», so der Verband.

Die Situation verschärft eine ohnehin angespannte Lage der deutschen Chemieindustrie. Laut VCI befindet sich die Branche bereits wirtschaftlich im Abschwung. Produktion, Umsatz und Preise lägen derzeit im negativen Bereich. Vor allem mittelständische Unternehmen geraten durch steigende Kosten und unsichere Lieferketten zunehmend unter Druck. «Die Signale, die wir aktuell insbesondere aus dem Mittelstand bekommen, sind dramatisch», sagte Grosse Entrup. Es gehe nicht mehr nur um Preise, sondern um die grundsätzliche Verfügbarkeit von Rohstoffen.

Zusätzliche Unsicherheit bringt die Reaktion Chinas. Die Volksrepublik bezieht einen erheblichen Teil ihrer Öl- und Gasimporte ebenfalls über die Strasse von Hormus und richtet ihre Versorgung derzeit stärker auf den eigenen Bedarf aus. Nach Einschätzung des VCI werden deshalb chinesische Ausfuhren wichtiger Rohstoffe teilweise gedrosselt oder ganz eingestellt.

Besonders heikel ist die Lage beim Rohstoff Schwefel: Rund die Hälfte des weltweiten Seehandels läuft über die Strasse von Hormus. Entsprechend steigen bereits die Preise für Dünger und chemische Vorprodukte.

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