In der SRF-«Arena» vom 15. November 2025, in der es um die Finanzierung der 13. AHV ging, die bereits in einem Jahr ausbezahlt wird, fehlte die grösste Partei des Landes, die SVP. Folgende Frage steht im Raum: Wurde sie vom Schweizer Fernsehen nicht eingeladen? Hat die Partei nichts zu einem Thema beizutragen, das im März 2024 mit 62,7 Prozent Ja-Stimmen vom Volk angenommen wurde?
Laut SVP-Parteichef Marcel Dettling war es der SRF-«Arena» ganz offensichtlich wichtiger, nur Frauen aus dem Mitte-links-Lager einzuladen – statt Qualität und Kompetenz. «Das ist eine weitere Fehlleistung des Schweizer Fernsehens.»
In der Tat: Statt einer nationalen Vertreterin der grössten Schweizer Partei gaben die «Arena»-Macher der Luzerner Kantonspolitikerin Karin Stadelmann den Vorzug. Wer ist bloss auf diese gloriose Idee gekommen, eine unbedeutende Kantonsrätin für eine Debatte über Themen, die allesamt Bundesbern betreffen, aufzubieten? Und wer hat entschieden, ein Frauenquartett auftreten zu lassen, welches eigentlich politisch in vielerlei Hinsicht fast gleich tickt? Dies zeigte sich bei der Diskussion über den den erfolgreichen Zolldeal. Selbst die Vertreterin der FDP, Nationalrätin Regine Sauter, sprach bloss von einer Erleichterung und konnte diesem Verhandlungserfolg sonst nicht mehr positive Aspekte abgewinnen.
Kurz: Da diskutieren ein paar Parlamentarierinnen teils mit wenig Einfluss auf ihre Parteien über zwei der wichtigsten Geschäfte des Jahres unter Ausschluss der stärksten politischen Kraft. Langweiliger kann man es nicht mehr machen. Oder ist das jetzt eine neue SRF-«Brandmauer» made in Switzerland gegen die SVP?