Erstmals seit fünf Jahren haben hochrangige US-Diplomaten Gespräche mit dem belarussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko geführt. Laut der New York Times könnte dies auf eine Annäherung zwischen Washington und Minsk hindeuten.
Bei dem Treffen, an dem auch der stellvertretende US-Aussenminister Christopher W. Smith teilnahm, wurde zunächst die Freilassung von drei politischen Gefangenen, darunter ein US-Bürger, aus belarussischer Haft erreicht.
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Doch nun soll es um mehr gehen: Ein «Grand Bargain» wird angestrebt – eine umfassende Vereinbarung, bei der Minsk weitere politische Häftlinge freilassen würde. Im Gegenzug könnten die USA Sanktionen gegen belarussische Banken und den Export von Kali, einem zentralen Wirtschaftsgut des Landes, lockern.
Washington hatte Minsk 2020 mit Sanktionen belegt und die diplomatischen Beziehungen nach Beginn des Ukraine-Kriegs 2022 weiter eingefroren. Das aktuelle Treffen folgt auf einen Gefangenenaustausch zwischen den USA und Russland sowie ein Telefonat zwischen Wladimir Putin und Donald Trump.