Erster deutscher Minister fordert Kopftuchverbot an Schulen
Werbung
Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Abonnemente
Jedes Abo eine Liebeserklärung an die Meinungsvielfalt.
AboDigital
Für alle, die Online lesen wollen
Alle Artikel online lesen
E-Paper inklusive
App (iOS & Android)
AboPrint & Digital
Printausgabe & digital jederzeit dabei
Wöchentliche Printausgabe
Alle Artikel online lesen
E-Paper inklusive
App (iOS & Android)
Sind Sie noch nicht überzeugt? Details zu den Abos
Die Weltwoche

Erster deutscher Minister fordert Kopftuchverbot an Schulen

Nach dem Vorstoss aus Österreich fordert erstmals ein deutscher Minister, das Tragen von Kopftüchern an Schulen gesetzlich zu regeln. Hessens Europaminister Manfred Pentz (CDU) plädiert dafür, ein für Mädchen unter 14 Jahren geltendes Trageverbot auch in Deutschland zu prüfen. «Leider ist häufig zu beobachten, dass sehr junge Mädchen, noch Kinder, bereits Kopftücher tragen. Das kann am Anpassungsdruck in bestimmten Milieus liegen oder an den Einstellungen der Familien», erklärte Pentz der Bild-Zeitung. In einer offenen Gesellschaft müsse jeder Mensch die Chance haben, sich frei zu entfalten.

A3250/_OLIVER BERG / KEYSTONE
ARCHIV - Eine Schülerin mit Kopftuch aus der Türkei meldet sich im Unterricht am 10
A3250/_OLIVER BERG / KEYSTONE

In Österreich hatte Integrationsministerin Claudia Plakolm (ÖVP) angekündigt, das Tragen von Kopftüchern für unter 14-Jährige in Schulen und Kindergärten zu verbieten. Das Kopftuch sei bei jungen Mädchen «ein Zeichen der Unterdrückung», sagte Plakolm im Bild-Talk. Bei Verstössen drohen Gespräche mit Eltern, Einschaltung der Jugendhilfe – und im Wiederholungsfall Verwaltungsstrafen.

Pentz betonte, es gehe nicht darum, eine Religion auszuschliessen, sondern darum, «junge Mädchen in ihrem Bewusstsein zu stärken, dass die Religionsfreiheit, die Offenheit und Vielfalt in unserer Gesellschaft auch für sie gilt». Die Schule sei dafür «der absolut richtige Ort».

Neben dem Kopftuchverbot plant Österreich weitere Massnahmen zur Integration. So soll Sozialhilfe künftig an die Teilnahme an einem verpflichtenden Integrationsprogramm geknüpft werden. Wer sich weigert, bekommt weniger Unterstützung. Ausserdem soll eine «Islamisten-Liste» erstellt werden, um radikalen Predigern Einreise und finanzielle Aktivitäten zu untersagen.

Für Hessens Europaminister Pentz ein möglicher Weg auch für Deutschland: «Dass der Staat Anreize schafft, sich schneller und intensiver zu integrieren, finde ich gut und richtig.» Ziel müsse es sein, Sprache zu fördern, Teilhabe zu ermöglichen und damit das gesellschaftliche Miteinander zu stärken.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 01.04.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.