Estlands Aussenminister Margus Tsahkna warnt vor massiven finanziellen Folgen für europäische Steuerzahler, sollte Ungarns Premier Viktor Orbán die Verlängerung der EU-Sanktionen gegen Russland blockieren. «Wenn sie das blockieren, dann werden die Sanktionen wegfallen. Und die Zentralbankvermögen würden an Russland, an Putin, als Belohnung zurückgehen», sagte Tsahkna der Financial Times.
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Die EU und die G-7 hatten mit Erträgen aus rund 260 Milliarden Euro eingefrorener russischer Vermögen ein 50-Milliarden-Euro-Darlehen an die Ukraine abgesichert. Fielen die Sanktionen, müssten EU und USA je 20 Milliarden Euro aus eigenen Mitteln tragen, warnte Tsahkna: «Das Problem ist, dass diese Vermögenswerte, die dieses Darlehen garantieren, weg wären.»
Er forderte eine «Koalition der Willigen» über die EU hinaus, inklusive Norwegen und G-7. Tsahkna spricht sich für Enteignungen russischer Vermögen aus: «Das wäre die klarste und verständlichste Lösung.» Belgien lehnt dies weiterhin ab.