EU-Abgeordnete hoffen auf eine vertiefte Zusammenarbeit mit der Schweiz und sprechen vom «Beginn einer neuen Freundschaft». Dies berichtet die Nachrichtenagentur Keystone-SDA.
Das Europäische Parlament solle das bilaterale Abkommenspaket noch dieses Jahr ratifizieren, sagt Bernd Lange am Mittwoch vor den Medien. Laut Keystone-SDA habe er bislang keine kritischen Stimmen im Parlament gehört, weshalb der Prozess rasch voranschreiten könne. Lange ist Vorsitzender des Ausschusses für internationalen Handel (Inta) und leitete die Delegation aus Brüssel.
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Auf Schweizer Seite könnte die parlamentarische Beratung im September im Ständerat beginnen. Darauf werde hingearbeitet, sagt der Genfer SP-Ständerat Carlo Sommaruga auf Anfrage der Nachrichtenagentur. Wann der Nationalrat die Debatte aufnehmen wird, ist noch offen. Möglich seien Termine im Dezember oder im März des kommenden Jahres.
Die Delegationen trafen sich am Dienstag zu Gesprächen, wie die aussenpolitischen Kommissionen von Stände- und Nationalrat (APK-S und APK-N) mitteilen. Im Zentrum stand das Vertragspaket zwischen der Schweiz und der EU.
Angesichts der geopolitischen Lage sei die Zusammenarbeit mit Partnern mit ähnlichen Interessen zentral, sagt Lange. Er wolle mit der Schweiz «auf Augenhöhe einen partnerschaftlichen Dialog führen».