Die EU-Kommission hat in den vergangenen Jahren rund 17 Millionen Euro für Studien zu Islam und angeblicher Islamophobie ausgegeben. Dies berichtet Apollo News unter. Gefördert wurden zahlreiche Forschungsprojekte, die sich etwa mit der Anwendung der Scharia, der Repräsentation von Muslimen in den Medien oder der Integration islamischer Minderheiten in westliche Demokratien befassen.
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Eine von der Universität Bergen geleitete Studie analysiert beispielsweise, unter welchen Voraussetzungen Einheimische bereit sind, muslimische Migranten zu integrieren. Ein weiteres Projekt untersucht, warum sich islamistische und islamfeindliche Diskurse gleichzeitig verstärken – mit dem überraschenden Ergebnis, dass sozioökonomische und politische Benachteiligung für Jugendliche relevanter seien als vermeintliche Islamfeindlichkeit.
Ein mit fast zehn Millionen Euro finanziertes Grossprojekt mit dem Titel «The European Qur’an» analysiert den Einfluss islamischer Schriften auf europäische Kultur und Politik zwischen 1150 und 1850. Weitere Studien befassen sich mit der islamischen Rechtsprechung oder den politischen Ursachen muslimischer Jugendradikalisierung in Frankreich.
Kritik kommt aus dem EU-Parlament: Die italienische Abgeordnete Silvia Sardone von der Fraktion «Patrioten für Europa» bezeichnete die geförderten Studien als «von fragwürdigem Wert». Die Kommission hingegen spricht von «wissenschaftlichen Unternehmungen von Weltklasse», die die Grenzen des Wissens erweiterten.