Die Europäische Union erwägt, Sanktionen gegen den niederländischen Ölhändler Niels Troost aufzuheben. Dies berichtet die Financial Times.
Troost war im Dezember 2024 mit einem Einreiseverbot und dem Einfrieren von Vermögenswerten belegt worden. Zuvor hatte die Financial Times berichtet, dass eine in Dubai ansässige Tochter seines Schweizer Unternehmens Paramount Energy and Commodities russisches Öl über der von der EU unterstützten Preisobergrenze gehandelt habe. Troost lebt in der Schweiz und ist einer der wenigen EU-Bürger, gegen die die Union in diesem Zusammenhang Sanktionen verhängt hat. Auch Grossbritannien und die Schweiz belegten ihn mit Strafmassnahmen. Gegen die EU-Sanktionen legte er im vergangenen Jahr Klage ein, über die noch nicht entschieden wurde.
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Nach einem Entwurf der Verordnung, den die Financial Times einsehen konnte, gehört Troost zu zwei Personen, deren Streichung von der Sanktionsliste vorgeschlagen wird. Die zweite ist Maya Nikolaevna Bolotova, die Tochter des Transneft-Chefs Nikolay Tokarev.
Diplomaten begründeten den möglichen Schritt mit rechtlichen Erwägungen. Troost und Bolotova würden «als weniger politisch und rechtlich schwächer» eingestuft, sagte ein EU-Diplomat der Zeitung.
Die Verlängerung der Sanktionen wird jedoch durch Ungarn und die Slowakei verzögert. Beide Länder verlangen laut Diplomaten zusätzlich die Streichung weiterer Namen, darunter des russisch-usbekischen Oligarchen Alischer Usmanow.