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Die Weltwoche

Grüezi miteinander, ganz herzlich willkommen und einen wunderschönen guten Morgen, meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Freunde. Ich begrüsse Sie aus Genf zur schweizerischen Ausgabe von Weltwoche Daily, die andere Sicht, unabhängig, kritisch, gut gelaunt, am Donnerstag, dem 23. Oktober 2000. 25, relativ gut gelaunt, denn aufgrund der Verwicklungen und Verwerfungen im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg ist die Zuversicht ein bisschen eingetrübt. Ich komme gleich darauf zu sprechen. Ich bin in der Westschweiz aufgrund zweier Auftritte, zweier Einladungen. Gestern war ich im Schweizer Fernsehen hier in Genf zu Gast bei der Sendung «Infrahusch». Das war sehr interessant. Wir haben diskutiert über den Erfolg der SVP in der Schweiz, jetzt auch in der Westschweiz sehr stark am Zulegen. In Genf konnten sich die Grünen bei den Exekutivwahlen vorne halten, aber die legislativen Zugewinne, die parlamentarischen Fortschritte der SVP, der UDC, die sind schon sehr signifikant. Das gibt natürlich zu reden. das gibt. Nachzudenken, darüber haben wir diskutiert. Und wissen Sie, wenn man solche Diskussionen führt in der Schweiz, dann ist das von einer mittlerweile wohltuenden Sachlichkeit. Ich meine, noch vor 20, 25 Jahren war die SVP in der Romandie ein Nichtbegriff. Christoph Blocher, der Dwyer der Partei, galt als Teufel, als Verkörperung des Bösen. Mittlerweile hat sich die Lage doch... entspannt und eben versachlicht. Natürlich unterschiedliche Positionen, klar, das wird gerungen, auch gestern, wir hatten ganz unterschiedliche Perspektiven auf dieses Thema, aber in der Schweiz diskutiert man eben. Und wenn wir etwas über die Landesgrenzen hinausblicken, wenn wir schauen, was in Frankreich passiert, wenn wir schauen, was in Deutschland passiert, dann ist das einfach nicht selbstverständlich. Da sind Brandmauern, da gibt es Gesprächsverweigerungen, da gibt es einen Mangel an Auseinandersetzungen und das ist eine der tiefsten Überzeugungen, die ich habe, dass es entscheidend ist, miteinander zu reden. Natürlich, nicht naiv sein, es kann unüberbrückbare Differenzen und auch echte Gegensätze, Interessengegensätze geben, die sind dann entsprechend auch wiederum mit Kompromissen zu lösen oder auszugleichen, auszubalancieren, aber das Bemühen sollte doch auf Verständigung. Das ist das Geheimnis der Schweiz, dass wir hier eben diese Kultur haben, bei der am Ende ein Konsens resultiert oder ein Kompromiss. Man darf das auch nicht überhöhen, darüber haben wir uns ebenfalls unterhalten gestern. Ja, ein Konsens als Resultat einer Diskussion mit klaren Positionen. Ich glaube, das ist die Stärke der SVP, ihre Klarheit. Man weiss, was man wählt, man weiss, was man bekommt. Das ist bei vielen... Partei nicht der Fall. Da gibt es diese parteipolitische Dekadenz. Man will für alles stehen und auch fürs Gegenteil. Man bietet sich an, will gefallen. Aber in der Politik geht es eben darum, die glaubwürdigen und richtigen Grundsätze zu bekräftigen, daran festzuhalten und dann eben auch zu sehen, ob man sich... für das Richtige entschieden hat, für das Richtige Partei ergriffen hat. Und die SVP ist eine liberal-konservative Partei, deren Aufstieg in den 90er Jahren begonnen hat. Warum? Weil damals eben die Diskussion erstmals so richtig aufbrandete. Was ist die Schweiz? Sind wir Mitglied der EU? Sollen wir die Schweiz als unabhängiges Land auf der Grundlage seiner Institutionen aufgeben, einbinden in diese internationalistischen Institutionen, allem voran die Europäische Union, da ist Christoph Blocher gekommen. Damals der Präsident der Zürcher SVP hat gesagt, wir dürfen die Schweiz nicht aus der Hand geben, wir müssen das Heft in der Hand behalten. Die Schweiz ist kein Auslaufmodell, der Zeitgeist, darüber habe ich gestern auch gesprochen, ging in die ganz andere, in die linke Richtung, das Wissen ist wahr, der Freisinn hat den Kompass verloren. Frühere Vorsitzende gaben die Parole aus, man müsse sich sozusagen der neuen Linken öffnen. Tony Blair und Gerhard Schröder galten dann da als Leitfiguren. Und diese Verirrungen, diese Verwirrungen, die machen heute ja der FDP nach wie vor zu schaffen. Wenn sich die Partei auch in gewissen finanzpolitischen Belangen und so weiter gefangen hat, in der Europapolitik meines Erachtens ein Irrweg, der sich dann auch noch rächen wird. Das ist das Thema auch unserer Zeitung, diesmal unserer Hauptausgabe, mit einer sehr schönen Anzeige hier übrigens auch noch auf dem Titelblatt. Aber das ist die Story, die EU-Debatte, der EU-Kurs der Freisinnigen. Der Mann, der nach den Sternen greift, Simon Michelskühne, Übernahme des Freisinns. Christoph Mörgli und Marcel Odermatt mit ihrer Analyse. der industriellen Sohn. aus dem Kanton Bern für die Solothurner FDP im Nationalrat ist sozusagen nach oben gespült worden, könnte man fast sagen. Er ist Ausdruck dieser sehr starken EU-Ausrichtung der FDP, wie man sie gesehen hat an der letzten Delegiertenversammlung. Und darüber diskutieren wir und vor allem auch über den Mann, der jetzt diesen Kurs vor allem verkörpert. Er ist nicht der Urheber. Das gibt es schon lange. Ich erinnere daran, die FDP ist bereits in den 90er Jahren für einen Beitritt der Schweiz zur EU in Erscheinung getreten. Und nun im Zusammenhang mit diesen Verträgen, die von der SVP als Unterwerfungsverträge gewertet werden, steigt hier eben dieser Mann in den Ring bzw. rückt darauf ins Zentrum der Aufmerksamkeit bzw. ins Zentrum jener Kräfte, die eben mit der FDP die Schweiz in die EU führen möchten. Deutschland, wer Volk sagt, ist verfassungsfeind. Ich komme dann in der internationalen Ausgabe darauf zurück. Es sind schon ziemlich heftige Umstände. Und die Verkrampftheit, die ich vorhin angesprochen habe, die wir auch in der Schweiz hatten, das ist in Deutschland ganz besonders ausgeprägt. Die Verweigerungshaltung, mit allen gewählten Parteien ins Gespräch zu kommen. Die Abgrenzung, immer natürlich auch vor dem Hintergrund der deutschen Geschichte. Da ist noch sehr viel Aufklärungs- und... Therapiearbeit könnte man augenzwinkend hinzufügen zu leisten. Crack in der Schweiz. Woher die Horrordroge kommt, was sie anrichtet und was zu tun ist. Daniel Rieser mit einer Standortbestimmung zu diesem Thema, das aufwühlt. Die Billigdroge aus gestrecktem Kokain, sehr schnell offensichtlich abhängig machend, mit dann auch offenkundigen Verwahrlosungssymptomen im Stadtbild, um dieses Wort zu zitieren. Dass jetzt in Deutschland heftige Diskussionen auslöst als Kanzler, wird hierzu ein Schwerpunkt von Daniel Riese, der sich mit diesem Thema schon intensiv über die Jahre auseinandergesetzt hat. Amerikas Abrissbirne. Donald Trump beendet die Priesterherrschaft der Schwätzer und Experten David Mamet. Das ist ein Coup, der da gelungen ist, meinem Kollegen Benjamin Bögli, der dem berühmten Hollywood-Drehbuchautor, Stückeschreiber... David Mamet, Glengarry Glen Ross, hiess der berühmte Film, unter anderem mit Kevin Spacey, Al Pacino, vielen anderen, die Stars, die in diesem Kammerstück über Immobilienverkäufer eine Interpretation des mitleidlosen, des Raubtierkapitalismus und seine Auswirkungen auf den Menschen, auf die menschlichen Beziehungen zum Thema gemacht haben. in diesem... gefeierten Film. Auch David Mamet, der die Drehbücher geschrieben hat zu sehr, sehr vielen bekannten, sehr intelligenten Hollywoodfilmen mit einem exklusiven Beitrag für die Weltwoche. Wir sind da sehr stolz. Eine Analyse, eine Lagebeurteilung zu den Entwicklungen in den Vereinigten Staaten. Und es ist doch überraschend, dass David Mamet nicht zu jenen Kulturgrössen gehört, die sich da reflexhaft und instinktmässig gegen Präsident Trump steht. Nicolas Farrell, unser Kollege in London, schreibt, mein Freund, der versehentlich Nicolas Sarkozy ins Gefängnis brachte. Eine ganz andere Zugangsart zu diesem Stoff, der natürlich auch Frankreich bewegt. Ich widme mich im Editorial den mittlerweile auf Eis gelegten... Was den Gipfel in Budapest angeht, gescheiterten Friedensbemühungen des amerikanischen Präsidenten, noch geschrieben unter anderem aus Bietzien. Abgeschlossen ist die Zeitung, ja, wurden am Dienstagabend, da zeichnet sich ab, dass der Gipfel in Budapest verschoben werden könnte. Heute Morgen erfahren wir, dass Trump das Treffen abgesagt hat, wobei jetzt nicht im Sinne einer umfassenden Absage an Russland, aber jetzt die unmittelbare diplomatische Verständigung dieser Der mögliche Durchbruch, den ich da habe, kommen sehen, der wird sich wohl in so baldiger Zukunft nicht erhärten. Darüber werden wir gleich noch zu sprechen haben. Eine sehr schöne Beilage noch in der Weltwoche zum Thema Mobilität, zum Thema Automobil. Das ist ja auch ein Thema, das wir gross schreiben und zwar schon seit vielen, vielen Jahren. Die Schweizer Zeitungen hatten immer seinen etwas autofeindlichen Einschlag. Das haben wir damals in der Weltwoche, ich glaube sogar, man kann sagen, wirklich mit etwas pionierhaft konterkariert, mit der Einführung einer Autokolumne, mittlerweile ausgebaute Berichterstattung, etwas ausführlicher zum Ganzen, das hat sich auch normalisiert hier, nicht mehr ganz so dringend, vielleicht in gewissen Belangen, das Auto natürlich jetzt nicht mehr so ideologisch auf der Abschlussliste, zumal auch die grüne Welle etwas verhebt, Aber nach wie vor... Diese Verkörperung der Freiheit auf vier Rädern ist immer wieder ein Lieblingsobjekt der Bevormundung, Eingrenzung und Regulierung durch grün-rote Politiker im Bundeshaus. Was sind die grossen Themen des Tages? Der Bauernverband spricht sich mit einem Ja-Aber zu den EU-Verträgen aus. Man meldet Kritiker, ein klarer Positionsbezug, schwarz-weiss. wird da vermieden. Allerdings im Thema Ständemehr positionieren sich die Bauern und sagen, sie wollen, dass diese Vorlage auch den Kantonen vorgelegt wird. Die Vernehmlassung dauert ja bis Ende Oktober, geht weiter. Wir erwarten, dass sich dieser Tage auch die Mitte-Partei noch äussern wird. Das wird interessant sein. Sie werden nicht gegen die Verträge in Erscheinung treten, aber Vermutlich auch aus parteitaktischen Gründen, um sich da gegenüber der FDP abzuheben, um da der rivalisierenden, ungefähr gleich grossen Partei, die sind ja ganz stark zurückgefallen, diese beiden einst bürgerlich-konservativen Parteien mittlerweile unter 15 Prozent. Aber das könnte der... Mitte der ehemaligen CVP allenfalls gelingen, wenn sie sich für's Stände mehr ausspricht, hier an der FDP vorbeizuziehen. Ich finde solche eng geführten Parteiprozentdiskussionen, die finde ich ziemlich empfehrlich. Es sollte in der Politik ja schon ums Grundsätzliche gehen, aber wir wollen da nicht moralisieren. Nun, auf jeden Fall für die Mitte-Partei, einst CVP, ist der Föderalismus, die Verteidigung dieses schweizerischen Modells, ganz zentral ist gewissermassen in der DNA. der Parteigeschichte angelegt. Deshalb müsste sich die Mitte heute, wenn sie noch irgendetwas mit ihren Urvätern zu tun hat, ganz deutlich wuchtig für das Ständemeer aussprechen. Wir sind gespannt am Freitag, soll es dann soweit sein. Der Bauernverband, wie gesagt, beim Ständemeer mit einer klaren Aussage. Trump sanktioniert die beiden grössten russischen Ölkonzerne und erhöht damit den Druck auf Putin, eine neuerliche Pirouette außenpolitisch des amerikanischen Präsidenten. Es gibt Spekulationen, dass die EU diesen Friedensgipfel sabotiert habe durch Einflussnahme. Ich glaube, der Grundkonflikt ist einfach der, Russland gewinnt militärisch diesen Krieg. Putin muss nicht um jeden Preis verhandeln. Das widerspricht natürlich dem Bild, das in unseren Medien von diesem Konflikt gezeichnet wird. Und die Russen sagen seit mehreren Jahren, ganz klar, was sie wollen, warum sie diesen Krieg führen. Das ist eine Deutung, die im Westen nicht akzeptiert wird, aber die Russen beharren darauf. Sie sagen, wir haben nicht 26 Millionen Menschen im Zweiten Weltkrieg verloren, um heute mit ansehen zu müssen, wie das westliche Militärbündnis, die NATO, potenziell feindselig, jetzt unter diesem amerikanischen Präsidenten etwas weniger, aber unter Vorgängeradministrationen sehr feindselig. dass die Ukraine benutzt wird als Instrument, um Russland zu schwächen, strategisch zurückzubinden und sozusagen abzuschneiden von jener Souveränität und Eigenständigkeit, die die Russen für sich in Anspruch nehmen, genauso wie die Amerikaner und andere Grossmächte. Das ist die russische Sicht und deshalb sagen sie, wir wollen hier bestimmte Dinge erreichen, leider militärisch, wir haben sie diplomatisch nicht verwirklichen können, also sind wir militärisch eingestiegen. Die Stiegen erstens. um einen Bürgerkrieg zu beenden in der Ostukraine, dem schon 14'000 Ostukrainer, vor allem russischsprachiger Provenienz, zum Opfer gefallen sind. Die Errichtung eines ultranationalistischen Regimes, das die Minderheitenrechte der russischsprachigen Bevölkerung in der Ukraine missachtet, das können wir nicht hinnehmen. Zweitens die faktische NATO-Mitgliedschaft, die theoretisch beschlossen, aber eben auch zum Teil praktisch vollzogen wurde. Da halten wir dagegen, bis hierhin und nicht weiter, das hat man immer wieder gesagt. und man gibt sich verständigungsbereit, verhandlungsbereit bereits seit 2022. Also die Darstellung, dass hier Putin vor allem einen Feldzug gegen den Westen plane, sozusagen die alte Sowjetunion zurückerobern wolle, das deckt sich nicht mit den empirischen Fakten, denn wenn das so wäre, warum haben die Russen sofort eingewilligt zu verhandeln? Also hier gibt es keine kohärente Interpretation meines Erachtens auf westlicher Seite. in jenem Lager, das diesen Krieg nun unbedingt gewinnen will, militärische Besiegung Russlands. Und auf Trump, den US-Präsidenten, trommeln ja diese verschiedenen Positionen ein. Er ist sicher einer, der sich mit Russland verständigen will, aber offensichtlich eben nicht zu jenen Bedingungen, die Russland hier fordert. Man versucht da einen Kompromiss zu erwirken, der nicht im Interesse ist der russischen Seite und das eben zu einem Gipfel dann nicht stattfindet. ist ein Zeichen, sicherlich kein Zeichen von Schwäche der Russen. Und auch hier, ich plädiere dafür, nicht sozusagen in naiven Vertrauen auf die Grossmächte, sich das sozusagen dem Lichterkettenideal einer Pachuli-dampfenden Weltgemeinschaft hinzugeben. Nein, das nicht, aber ich plädiere auch hier für Verständigung, dieser Krieg ist doch nicht im Interesse. Der Beteiligten, vielleicht die Amerikaner, haben ein gewisses Interesse, die anderen nicht. Auf jeden Fall Trump jetzt wieder mit Konfrontation, mit einer Weiterführung jener Politik, die bereits gescheitert ist. Ich halte das für einen Unsinn. In der Weltwoche argumentiere ich noch unter dem Eindruck des zumindest theoretisch bestehenden, noch der Aussicht auf dieses Gipfeltreffen. Aber möglicherweise bin ich da jetzt etwas von den Aktualitäten überrollt worden. Wobei grundsätzlich bleibt ja die... Bereitschaft bestehen, hier so ein Treffen, so eine Gesprächsplattform wieder durchzuziehen. Das hat Trump ja auch immer wieder bestätigt. Im Moment, innerhalb der nächsten zehn, vier... 14 Tage wird das leider nichts. Zum Schaden vor allem der Ukraine, zum Schaden aber auch von Europa und vor allem auch von Deutschland. Der Euro sinkt zum Franken auf ein Rekordtief. Das ist gut so, die Nationalbank muss deswegen nicht intervenieren. Sie sehen einfach an der Entwicklung des Euro gegenüber dem Franken, wo das Vertrauen liegt. Und auch vor diesem Hintergrund stellt man sich die Frage, muss man sich die Frage stellen, Wie können die Freisinnigen und andere Schweizer Politiker... Eine institutionelle Unterwerfung der Schweiz unter dieses Gebilde fordern, das doch immer wieder dokumentiert, dass es nicht funktioniert, zumindest nicht so funktioniert, so gut funktioniert wie die Schweiz. Warum will man dieses Erfolgsmodell gefährden, in Frage stellen durch eine Politik, die in der Wirklichkeit ja offensichtlich als falsch entlarvt wird, es ist nicht richtig, es ist nicht gut. Es verheisst nichts Erfreuliches, sich enger an die EU anzubinden, institutionell. Verträge ja, keine institutionelle Bindung. Mit fünf Jahren Verspätung verbietet der Bundesrat Asylsuchenden Auslandreisen. Endlich, endlich hat man sich dazu durchgerungen. Legen Trump und die Schweiz am World Economic Forum ihren Zollstreit bei? Das wäre zu hoffen. Das sind Spekulationen, wie man sie heute im Tagesanzeiger lesen kann. Kann russische Sopranistin tritt trotz Protesten von Ukrainer auf, Anna Netrebko im Opernhaus Zürich, für mich absolut unterirdisch, wie sich da die ukrainische Botschaft äussert. Druck macht auf die Schweiz hier, auf ein neutrales Land. Man möchte jetzt dem Opernhaus Zürich auch ausreden, die Anna Netrebko auftreten zu lassen, obwohl sich Anna Netrebko als Russin gegen den Krieg in der Ukraine ausgesprochen hat. Der Druck auf diese Kulturinstitutionen ist enorm und Sie sehen daran eben auch, dass die Neutralität nicht mehr selbstverständlich ist. Das ist doch ein Jammer, dass herausragende russische Künstler nicht mehr auftreten dürfen. Warum? Weil sie nicht feindselig eingestellt sind gegenüber der russischen Staatsführung. Und anstatt das zu akzeptieren und sich vielleicht etwas selber zu hinterfragen und den eigenen Blick auf diesen Konflikt, hat man bei uns diese Rechthaberei. In Deutschland ist sowieso klar, dass es dort ... der Industrie, der Goldstandard in der Öffentlichkeit, in der Politik, aber dass wir in der Schweiz an diesem Punkt sind. Deshalb ist es zu loben, dass da der neue Intendant des Opernhauses, Matthias Schulz, das unterstreicht diesen Auftritt, auch von einer Verständigung spricht. Kultur habe den Auftrag, Brücken zu bauen, auch wenn natürlich die Opernhausführung Zugeständnisse machen muss hier und sagen, ja, das ist eben die ganze Frage. der Ukraine, dass sie sich da positioniert habe und positiv entsprechend im Sinne der Ukraine. Das wird dann immer noch hinzugefügt. Man muss sich eben heute entschuldigen in der Schweiz, wenn man neutral ist. Das ist nicht mehr selbstverständlich. Auch eine Folge der falschen Politik unseres Bundesrates. Meine Damen und Herren, ganz herzlichen Dank. Das war es von Weltwoche Daily Schweiz. Fürs Erste, ich melde mich gleich zurück mit der internationalen Ausgabe. Im Anschluss würde mich freuen, wenn Sie auch da sind.

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EU: Schweizer Bauern für Ständemehr. Putin-Gipfel vorerst abgesagt. Schweizer Franken stärker als Euro. Faszinierendes Genf

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EU: Schweizer Bauern für Ständemehr. Putin-Gipfel vorerst abgesagt. Schweizer Franken stärker als Euro. Faszinierendes Genf
EU: Schweizer Bauern für Ständemehr. Putin-Gipfel vorerst abgesagt. Schweizer Franken stärker als Euro. Faszinierendes Genf
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