Die Inflation in der Euro-Zone ist im Januar auf 1,7 Prozent gesunken – und liegt damit unter dem Zielwert der Europäischen Zentralbank (EZB) von 2,0 Prozent. Ausschlaggebend waren laut Financial Times vor allem sinkende Energiekosten sowie ein starker Euro, der den Anstieg der Verbraucherpreise gedämpft hat.
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Auch die Kerninflation, die schwankungsanfällige Preise für Energie und Lebensmittel ausklammert, gab leicht nach – von 2,3 auf 2,2 Prozent. Das ist der niedrigste Stand seit Oktober 2021. Die Teuerung bei Dienstleistungen, die als Gradmesser für binnenwirtschaftlichen Preisdruck gilt, sank von 3,4 auf 3,2 Prozent.
Die EZB kommt am Donnerstag zu ihrer ersten Sitzung des Jahres zusammen. Ökonomen rechnen fest damit, dass die Leitzinsen zum fünften Mal in Folge bei 2,0 Prozent belassen werden. Zwar wächst angesichts der sinkenden Inflationsraten der Druck auf die Notenbank, die Geldpolitik zu lockern. Doch derzeit sehen Analysten nur eine rund 20-prozentige Wahrscheinlichkeit für eine Zinssenkung bis September.